TKB gleist Anlagegeschäft neu auf

Breiter diversifiziert, sicherer und vor allem unabhängig: So sollen Anlagevermögen bei der Thurgauer Kantonalbank künftig betreut werden.

Martin Sinzig
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Peter Hinder, CEO der TKB. (Bild: Martin Sinzig)

Peter Hinder, CEO der TKB. (Bild: Martin Sinzig)

WEINFELDEN. Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) will neue Wege im Anlagegeschäft gehen und dieses in allen Kundensegmenten stärken. Ein neuer Beratungsansatz wird mit einem neuen strategischen Partner, der Wellershoff & Partners Ltd., Zürich, ab Mai dieses Jahres umgesetzt.

Breiter diversifizieren

Die klassischen Anlagestrategien, die meist auf Aktien und Obligationen beruhen, könnten nicht einfach in die Zukunft fortgeschrieben werden, betonte CEO Peter Hinder gestern an einem Mediengespräch. Nachdem die Zinsen auf ein historisches Tief gesunken seien, müsse man auf längere Frist von einer Trendwende ausgehen. Zudem rechnet die TKB mit künftig deutlich tieferen Wachstumsraten in der Weltwirtschaft.

Vermögensanlagen sollen robuster konstruiert und breiter diversifiziert sein, zeigte sich Hinder überzeugt. Dem Risikomanagement komme eine viel höhere Bedeutung zu. Diesen Ansatz will die TKB in der Anlageberatung und in der Vermögensverwaltung konsequent verfolgen, und zwar in einer strategischen Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Schweizer Beratungsunternehmen Wellershoff & Partners Ltd.

Entwickelt wurde ein neues Vermögensverwaltungsmandat, das eine breitere Diversifizierung ermöglicht, zum Beispiel in Immobilien, Edelmetalle oder Rohstoffe. Durch ein aktives Risikomanagement will die TKB zudem rascher auf Veränderungen im Marktumfeld reagieren und dem Kapitalerhalt grösseres Gewicht beimessen.

Unabhängigkeit ist wichtig

Das Produkt ist ab 150 000 Franken Vermögen, in Franken oder Euro, erhältlich. Profitieren sollen nicht nur mittelständische Anleger, sondern auch vermögendere Personen, die Teilvermögen bewirtschaften und unterschiedliche Anlageziele festlegen wollen.

«Bei der Wahl des Kooperationspartners war der TKB das Kriterium der Unabhängigkeit von zentraler Bedeutung», erklärte Hinder. Weder Wellershoff & Partners noch die TKB entwickeln eigene Produkte wie Anlagefonds oder strukturierte Produkte. Interessenkonflikte seien dadurch von vornherein ausgeschlossen. Wellershoff & Partners nimmt Einsitz in den Anlagekomitees der Bank. Die Zusammenarbeit mit dem bisherigen Research-Partner, der Zürcher Kantonalbank, werde in anderen Bereichen weitergeführt, erklärte CEO Peter Hinder.