Der Hauptsitz der TKB in Weinfelden mit Neubau. Bild: PD

Der Hauptsitz der TKB in Weinfelden mit Neubau. Bild: PD

TKB baut führende Position im Hypothekargeschäft aus

Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) hat im ersten Semester 2018 in allen Bereichen zulegen können. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 450 Millionen und stieg damit auf 22,8 Milliarden Franken an. Ausgebaut werden die Dienstleistungen.

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Es läuft bei der TKB. Doch Heinz Huber, Vorsitzender der TKB-Geschäftsleitung, bleibt gewohnt zurückhaltend. «Die Thurgauer Kantonalbank hat im ersten Halbjahr 2018 solide gearbeitet», sagt er. Für das Gesamtjahr wird es wohl weiter aufwärts gehen, aber das Ergebnis von 2017 werde man möglicherweise nicht übertreffen. Und nein, Ambitionen auf den Posten des CEO bei Raiffeisen Schweiz habe er nicht. Huber sagt, er bleibe der TKB treu. Tatsächlich hat die Bank in allen Bereichen die Einnahmen steigern können. Das gilt auch für das schwierige Zinsgeschäft, das von Negativzinsen und dauerhaften Niedrigzinsen geprägt ist. Huber rechnet denn auch nicht damit, dass die SNB kurzfristig an der Zinsschraube drehen wird.

Kundenausleihungen kurz vor 20-Milliardenmarke

Heinz Huber, Vorsitzender der TKB-Geschäftsleitung. Bild: Andrea Stalder

Heinz Huber, Vorsitzender der TKB-Geschäftsleitung. Bild: Andrea Stalder

Gemäss dem TKB-Chef konnte die Bank im ersten Semester die Bilanzsumme um mehr als 450 Millionen auf 22,8 Milliarden Franken steigern. Die Kundenausleihungen haben dabei stark zugenommen und nähern sich mit einem Zuwachs von 293 Millionen Franken der 20-Milliarden-Marke. Über 18 Milliarden Franken betreffen das Hypothekargeschäft. Hier sie die TKB im Thurgau führend. Man habe in den letzten Jahren ein stetiges Wachstum generieren können, kommentierte Huber.

Auf der Passivseite seien die Kundeneinlagen gestiegen. «Das ist die wichtigste Refinanzierungsquelle der Bank», sagte Huber. Die Kundenausleihungen steigen demnach um 0,8 Prozent oder 111,4 Millionen auf 14,3 Milliarden Franken. Der gesamte Netto-Neugeldzufluss aus dem Bilanz- und Anlagegeschäft belaufe sich sich für das erste Halbjahr auf gut 259 Millionen Franken. Laut Huber haben sich das Wachstum im Bilanzgeschäft und die tieferen Refinanzierungskosten positiv auf das Zinsengeschäft ausgewirkt, so dass ein Plus von 1,5 Prozent beim Brutto-Erfolg im Zinsengeschäft verbucht werden konnte. Das sind immerhin mehr als 124 Millionen Franken. Damit sei die Marke aus dem Vorjahr übertroffen worden. Der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft stieg um 3,5 Prozent auf über 123 Millionen Franken an.

Positiv verlief auch die Entwicklung im indifferenten Geschäft. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg um 11,4 Prozent auf über 28 Millionen Franken. Der Ertrag aus dem Handelsgeschäft nahm um 2,6 Prozent auf fast 13 Millionen Franken zu. Die Ertragskomponenten führten zu einem Geschäftsertrag von 170 Millionen Franken, was einer Zunahme von 5,7 Prozent entspricht.

Reingewinn steigt um eine Million Franken

Auf der Kostenseite zeige die TKB Disziplin, sagte Huber. Personal- und Sachaufwand seien nur geringfügig gewachsen. Das habe zu einem Geschäftsaufwand von 81,5 Millionen Franken oder einem Plus von 2,3 Prozent geführt. Der Geschäftserfolg der TKB betrage für das erste Halbjahr 80,6 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorjahreswert entsprechet das einem Plus von einem Prozent. Auch der Halbjahresgewinn legte zu. Er erhöhte sich von 71,9 auf 72,9 Millionen Franken.

Unterdessen hat die TKB ihre Dienstleistungspalette ausgebaut. Gut etabliert hätten sich die neuen Beratungslösungen im Anlagegeschäft, die bewusst einfach gehalten seien, erklärt Huber. Im Juni habe die Bank das digitale Portal «Olivia.» lanciert. Darin können E-Banking-Kunden schrittweise Dienstleistungen nutzen. Teil des Portals sei auch ein digitaler Finanzassistent.