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TKB-Anteilscheine sind gefragt

WEINFELDEN. Der Thurgauer Kantonalbank (TKB) ist der Start an der Börse geglückt: Anleger rissen sich um die Partizipationsscheine. Dies führte dazu, dass die Emission mehrfach überzeichnet war und der Preis der Anteilscheine am ersten Handelstag deutlich stieg.
Der Preis der TKB-Anteilscheine stieg zeitweise auf bis zu 80 Franken. (Bild: pd)

Der Preis der TKB-Anteilscheine stieg zeitweise auf bis zu 80 Franken. (Bild: pd)

An die Investoren abgetreten hat der Kanton Thurgau die Anteilsscheine seiner Bank schliesslich für 74 Franken je Wertpapier. Damit lag der Angebotspreis am oberen Ende der im Angebotsprospekt publizierten Preisspanne.

Der Kantonskasse sind mit dem Verkauf der 2'175'000 Partizipationsscheine (PS) damit über 160 Mio. Fr. zugeflossen. Noch grösser könnte der Erlös ausfallen, wenn in den kommenden Tagen auch die Mehrzuteilungsoption von weiteren 325000 PS voll ausgeübt wird.

Höchststand bei 80.45 Franken
Doch nicht nur der Kanton Thurgau kann sich über einen üppigen Mittelzufluss freuen. Auch die Anleger, denen TKB-Partizipationsscheine zugeteilt wurden, konnten saftige Kursgewinne verbuchen. Schon bei Handelsbeginn an der Börse waren die neu kotierten Wertpapiere 2 Franken mehr wert als bei ihrer Ausgabe.

Im Laufe des Morgens stieg der Kurs weiter. Bei Handelsschluss notierten die PS schliesslich auf dem Tageshöchststand von 80,45 Franken. Anleger, die ihre erst am Morgen übernommenen Partizipationsscheine bereits am Ende des ersten Börsentags der TKB wieder abtraten, sind so auf eine Rendite von gegen 8,8 Prozent gekommen.

Für TKB ändert sich wenig
Mit dem Börsengang ändert sich für die Thurgauer Kantonalbank praktisch nichts − ausser den Eigentumsverhältnissen. So sind fortan bis zu 12,5 Prozent der Bank in Händen von privaten Anlegern. Das Sagen behält aber vollumfänglich der Kanton.

Die TKB bleibt eine öffentlich-rechtliche Anstalt, der Kanton bürgt weiter für diese mit einer Staatsgarantie, der vom Kantonsparlament gewählte Bankrat bleibt oberstes Führungs− und Aufsichtsgremium des Instituts und ein Teil der Gewinne wird weiterhin an die öffentliche Hand ausgeschüttet. Ziel des Börsengangs war denn auch nicht die Kapitalbeschaffung für die Bank. Vielmehr will der Kanton seine Bank mit dem Schritt besser auf dem Markt positionieren, das heisst das Institut soll inner− und ausserhalb des Kantons stärker wahrgenommen werden. Von Bedeutung könnte das etwa für das Firmenkundengeschäft sein, aber auch für die Positionierung der Bank als Arbeitgeberin, wie es an der Medienkonferenz bei Veröffentlichung des Angebotsprospekt geheissen hatte. (sda)

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