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Kommentar

Titanic-Feeling in den Alpen

Kommentar von Wirtschaftsredaktor Daniel Zulauf zu den steigenden Logiernächten im ersten Halbjahr 2018.
Daniel Zulauf
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Daniel Zulauf

Für die Schweizer Tourismusbranche kommt der Rekordsommer gerade recht. Das Wachstum, das sich im Frühling des letzten Jahres noch in der Gestalt eines zarten und fragilen Pflänzchens manifestierte, hat unter dem Einfluss vorteilhafter klimatischer und konjunktureller Bedingungen kräftig an Statur zugelegt. Die aktuelle Hitzewelle hilft, dass der wichtige Wirtschaftszweig den lange ersehnten Aufschwung ins zweite Jahr mitnehmen und seine in den Jahren des Frankenschocks arg geschwächten Widerstandskräfte wieder etwas aufbauen kann. Fast 4 Prozent mehr Logiernächte resultierten in den ersten sechs Monaten des Jahres, vor allem dank der Rückkehr unserer europäischen Nachbarn. Der tiefere Frankenkurs und der schneereiche Winter waren in der Kombination für viele eine unwiderstehliche Verlockung. Deshalb durften auch die Bergbahnen bis Ende Juni 9 Prozent mehr Gäste befördern als im Vorjahr.

Der tiefere Frankenkurs und der schneereiche Winter waren in der Kombination für viele eine unwiderstehliche Verlockung.

Unter der Hitzewelle dürften in den letzten Wochen noch mehr Touristen in die kühleren Zonen der Schweizer Berge geflohen sein. Hotellerie und Gastgewerbe feiern ein Comeback, an das vor zwölf Monaten kaum zu denken war. Doch in Zeiten des beschleunigten Klimawandels sind die guten Momente des hiesigen Tourismus flüchtiger denn je. Wer wagt schon vorauszusagen, was der nächste Winter bringt? Und wer mag noch in die hohen Berge ziehen, wenn dort nur noch Geröll und Stein und kein ewiges Eis mehr liegen? Vielleicht sind die Feste in den Alpen nun auch deshalb so schön, weil man ihre Endlichkeit zu spüren scheint.

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