Tiefere Preise für die Kunden

Das Geschäftsjahr 2015 hat der LV-St. Gallen mit einem höheren Gewinn abschliessen können. Beim Treibstoffverkauf wurde weniger eingenommen.

Stefan Borkert
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ST. GALLEN. Der LV-St. Gallen hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 abgeschlossen. Für Unternehmensleiter Peter Bruhin ist das keine Selbstverständlichkeit. Schliesslich konnte zum Beispiel deutlich mehr Treibstoff verkauft werden, aber durch den Preisverfall wurde weniger eingenommen. «Die Diversifikation des Unternehmens mit den Bereichen Landi, Agrola, Früchte und Gemüse sowie Technik und Umwelt bleibt weiterhin erfolgversprechend», sagt er. Im Detailhandel verzeichnete der LV-St. Gallen ein währungs- und teuerungsbereinigtes Wachstum von 0,7%. Im Verkauf von Brenn- und Treibstoffen stieg der Umsatz zwar mengenmässig an, liegt jedoch aufgrund des starken Preisverfalls bei knapp 249 Mio. Fr. und somit um 15% hinter dem Vorjahr.

Kostenvorteile für Landwirte

Das vergangene Geschäftsjahr sei aus Sicht des LV-St. Gallen von einigen besonderen Ereignissen beeinflusst worden, erklärt Bruhin. Die Aufhebung des Euromindestkurses, die Minusteuerung sowie die verhaltene Konsumentenstimmung hätten den Markt geprägt. «Nichts desto trotz konnten genau durch diese Ereignisse den Kunden Preisnachlässe in allen Bereichen weitergegeben werden.» Infolgedessen hätten sich besonders in der Landwirtschaft Kostenvorteile ergeben. Insgesamt erwirtschaftete der LV-St. Gallen über alle Geschäftsbereiche 2015 einen Umsatz von 405 Mio. Franken. «Dank der bewährten Zusammenarbeit mit den Landi im LV-Marktgebiet konnte der Absatz von UFA-Produkten trotz des starken Schweizer Frankens praktisch auf dem Vorjahresniveau gehalten werden», sagt Bruhin. Allerdings hat die Mitarbeiterzahl aufgrund Ausgliederung der Landi Buchs AG und der Landi St. Margrethen AG abgenommen.

Insgesamt erzielte der LV-St. Gallen einen Bruttogewinn von 18 Mio. Franken. Der Jahresgewinn stieg auf 5,3 Mio. Fr. und liegt somit deutlich über dem Vorjahr. «Die Zunahme des Jahresgewinns ist mit der Veräusserung von Anlagevermögen sowie der Erwirtschaftung von ausserordentlichen Erträgen zu begründen», sagt Unternehmensleiter Bruhin.

Nachhaltige Investitionen

Dank des erarbeiteten Cashflows könnten laufend nachhaltige Investitionen in das Landi-LV-Netzwerk getätigt werden, fährt Bruhin fort. In Einsiedeln stehe ein Landi-Neubau unmittelbar vor seiner Vollendung. Dank des letztjährig getätigten Grundstückkaufs in Teufen habe letzten Herbst der Spatenstich für die neue Landi erfolgen können. Die physische Zusammenführung der neu fusionierten Caviezel Giovanettoni AG mit Sitz in Arbon sei ebenfalls erfolgreich gewesen.

Im Bereich erneuerbare Energien habe der LV-St. Gallen erste Marktaktivitäten verzeichnen können. Unter dem Auftritt der Marke «farmenergie» werden in ausgewählten Landi die ersten Photovoltaik-Kits angeboten.