Textilmaschinen
Weniger Gewinn und Umsatz bei Rieter – Bestellungen sind auf Erholungskurs

Die Coronapandemie trifft den Winterthurer Textilmaschinenproduzent Rieter hart. Allerdings hat das Geschäft in der Türkei kräftig zugelegt.

Stefan Borkert
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Bei Rieter hofft man auf einen besseren Geschäftsgang 2021.

Bei Rieter hofft man auf einen besseren Geschäftsgang 2021.

PD

Der CEO von Rieter, Norbert Klapper, musste an einer Online-Konferenz schlechte Zahlen präsentieren. Dennoch bleibt er optimistisch, dass die Auswirkungen der Pandemie bald überstanden sind und die Geschäfte wieder Fahrt aufnehmen. Grund ist der Bestellungseingang im vierten Quartal 2020. Rieter verbuchte hier einen globalen Bestellungseingang von gut 215 Millionen Franken. Klapper:

Norbert Klapper, Konzernchef Rieter, Winterthur

Norbert Klapper, Konzernchef Rieter, Winterthur

Bild: PD
«Damit setzte sich die im dritten Quartal 2020 begonnene Erholung nach dem Nachfrageeinbruch im zweiten Quartal 2020 weiter fort.»

Insgesamt erreichte Rieter im Geschäftsjahr 2020 einen Bestellungseingang von 640 Millionen Franken. Das ist ein Rückgang gegenüber 2019 um 31 Prozent. Das Unternehmen verfügte per Jahresende 2020 über einen Bestellungsbestand von rund 560 Millionen Franken (Dezember 2019: 500 Millionen Franken).

Das Geschäftsjahr 2020 sei erwartungsgemäss mit einem deutlich tieferen Umsatz als im Vorjahr abgeschlossen worden, so Klapper. Der Umsatz betrug demnach insgesamt 573 Millionen Franken, was gegenüber dem Vorjahr mit 760 Millionen Franken einem Rückgang von 25 Prozent entspricht. Für das vergangene Jahr rechnet Rieter auch mit Gewinneinbussen, so etwa beim Reingewinn mit minus 16 Prozent des Umsatzes. Mit Ausnahme der Türkei seien alle Regionen von der geringen Nachfrage als Folge der Pandemie betroffen gewesen. In der Türkei hingegen konnte Rieter den Umsatz im Berichtsjahr um 83 Prozent auf 122 Millionen Franken steigern.

Kurzarbeit wird abgebaut

Dank der verbesserten Auslastung plant Rieter im ersten Halbjahr 2021 nur noch in wenigen Bereichen Kurzarbeit. Trotzdem erwartet der Konzern für das erste Halbjahr 2021 einen Umsatz unterhalb der Gewinnschwelle.