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Megafusion in chinesischer Chemiebranche

In China bahnt sich einem Zeitungsbericht zufolge eine Megafusion zu einem neuen Chemiegiganten an: Die beiden Staatskonzerne Sinochem und ChemChina wollen sich zu einem Weltmarktführer zusammenschliessen.
Fusion zweier Chemiegiganten in China wird zu Wechsel an der Spitze des Syngenta-Verwaltungsrates führen (Bild: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)

Fusion zweier Chemiegiganten in China wird zu Wechsel an der Spitze des Syngenta-Verwaltungsrates führen (Bild: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)

(sda/awp/reu)

Dies berichtete die Finanzpublikation «Caixin» am Wochenende unter Berufung auf Insider berichtete. Geleitet werden solle das neue, rund 120 Milliarden Dollar schwere Unternehmen von Sinochem-Chef Ning Gaoning.

Neuer Chef für Syngenta

Als Folge davon wird auch der Schweizer Agrochemiekonzern Syngenta einen neuen Präsidenten erhalten. Die Basler wurden letzten Sommer für 43 Milliarden Dollar von ChemChina übernommen. Gaoning werde Ren Jianxin an der Spitze des Verwaltungsrates ablösen. Syngenta bestätigte am Wochenende den Wechsel gegenüber dem «Tages-Anzeiger».

Einen konkreten Rahmen, wie die Fusion ablaufen solle, gebe es aber noch nicht. Laut der Laut der «Financial Times» braucht ChemChina die solidere Bilanz von Sinochem, um den Milliardenkauf Syngentas zu verdauen.

Blaupause für Konsolidierung

Weiter heisst es, dass sowohl ChemChina-Chef Jiaxin wie auch Sinochem-Chef Gaoning nicht begeistert von der Idee gewesen seien, ihre beiden Konzerne zusammenzulegen. Für die Regierung in Peking gelte ein Deal von Sinochem und ChemChina aber als Blaupause für eine angestrebte Konsolidierung der unter Überkapazitäten und hohen Schulden ächzenden Industrie.

Über Fusionsgespräche der Chemiekonzerne wurde erstmals Ende 2016 berichtet, was beide Seiten seinerzeit aber als Gerüchte abtaten. Dem Bericht zufolge wurde die Fusion damals zunächst zurückgestellt, weil eine Übernahme Syngentas durch einen fusionierten staatlichen Chemieriesen Chinas vermutlich härtere Auflagen von Seiten der Wettbewerbsbehörden nach sich gezogen hätte.

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