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SYMPOSIUM: Geschäftsmodelle für die digitale Welt von morgen

Unternehmen und auch Banken müssen sich neuen technischen Möglichkeiten anpassen.

Das Eco-Ost-Symposium in St. Gallen hat sich mit der Frage befasst, wie Geschäftsmodelle in der nahen Zukunft aussehen müssen, um in einer digitalisierten Welt zu bestehen. HSG-Professor Oliver Gassmann legte dar, dass es sich bei den meisten neuen Geschäftsmodellen im Grunde genommen nicht um Neuheiten, sondern um clevere Rekombinationen handle, welche sich um Fragen der Zielkundschaft, des eigenen Nutzens, der Erbringung der eigenen Leistung und den Mehrwert für den Kunden drehen. Wenn zwei dieser vier Punkte zusammenfänden, dann könne man von einem innovativen Geschäftsmodell sprechen.

Tatsächlich müsse aber ein Geschäftsmodell ständig den sich ändernden Bedürfnissen angepasst werden, damit ein nachhaltiger Erfolg erzielt werden könne. «Ein Geschäftsmodell alleine ist gut und schön, doch damit es erfolgreich wird, braucht es in erster Linie harte Arbeit. ­Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln ist ein Handwerk und keine Kunst», so Gassmann an die Adresse der Manager und Unternehmer.

Bankgeschäfte bald dreigeteilt?

Diesen Faden nahm auch der Präsident der Geschäftsleitung der St. Galler Kantonalbank, Roland Ledergerber, auf. Hätte sich die Bank seit der Finanzkrise 2008 in ihrem Geschäftsmodell nicht transformiert, so stünde sie heute nicht so gut da, denn Regulierung, Negativzinsen und Digitalisierung hätten zu tieferen Margen, höheren Kosten und ­Risiken für die Finanzinstitute geführt. Für Ledergerber ist klar: «Der Druck steigt, und die Notwendigkeit, sich anzupassen, ebenso.» Auch in zehn Jahren werde es noch physische Banken geben und Kundenberater, denn «eine Bank ist aus der Sicht der Kunden mehr als nur ein Netzwerk». Nichtsdestotrotz werde sich zukünftig die Zusammenarbeit zwischen Kunde und Bank dreiteilen. Nämlich in die Selbstbedienung für die Transaktionsabwicklung, in die Selbstberatung für einfache Bedürfnisse und in die persönliche Beratung für anspruchsvolle Entscheidungen.

Lokale Aufträge und nationale Kompetenz

Walter Oberhänsli, CEO der grössten Versandapotheke Europas, Zur Rose, machte deutlich, dass auch im Gesundheitswesen der E-Commerce immer wichtiger werde. Zukünftig werde der Kunde bei der Bestellung selbst festlegen, ob er die Ware zugeschickt oder vielleicht vor Ort lieber abholen wolle. Für Apotheken sei der E-Commerce geradezu ideal: «Wir haben kleine Packungen mit geringem Gewicht, eine minimale Retourenquote und die vorgegebene Produktwahl durchs Rezept.»

Der Finanzchef der auf Elektronik-Leistungen am Bauwerk spezialisierten Burkhalter Gruppe, Zeno Böhm, legte dar, dass «Burkhalter» aus 45 weitgehend autonomen Geschäftseinheiten bestehe, die an knapp 100 Standorten in der Schweiz agierten. Durch das dichte Netz sei die Kleinräumigkeit von Vorteil, denn diese erlaube eine «lokale Auftragsabwicklung, die Wahrung eines regionalen Know-hows und zugleich eine schweizweite Kompetenz».

Eco-Ost gibt es seit 2013. Damit bietet die Industrie- und Handelskammer (IHK) St. Gallen-Appenzell zusammen mit der IHK Thurgau und weiteren Partnern eine Plattform des Wissenstransfers für die Ostschweizer Wirtschaft. (art)

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