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Swisscom profitiert vom Italien-Geschäft

Johannes Brinkmann (sda)

Telekom Wie bereits im Vorjahr hat die italienische Breitbandtochter Fastweb der Swisscom im ersten Semester 2017 eine Gewinnsteigerung beschert. Das Schweizer Kerngeschäft ist dagegen unter Druck. Obwohl der Umsatz der Swisscom um 1,4 Prozent auf 5,7 Milliarden Franken sank, steigerte sie den Betriebsgewinn um 1,5 Prozent auf 2,26 Milliarden Franken. Dabei habe Fastweb nebst eines guten operativen Ergebnisses (+20 Prozent)eine Entschädigung von 95 Millionen Euro aus einem Rechtsstreit mit einem Konkurrenten erhalten. Bereits im Vorjahr hatte Fastweb aus einem Rechtsstreit mit Telecom Italia einen Sondergewinn von 55 Millionen Euro eingestrichen. Ohne den einmaligen Geldsegen aus Italien hätte der Betriebsgewinn der Swisscom heuer in etwa stagniert. Um zu sparen, baute die Swisscom in der Schweiz innert eines Jahres 780 Stellen ab. Unter dem Strich konnte der Konzern den Reingewinn überraschend um 6,5 Prozent auf 839 Millionen Franken verbessern. Dies dank tieferer Abschreiber und eines günstigeren Finanzergebnisses. Analysten hatten mit einem Gewinnrückgang gerechnet.

In der Schweiz litt das Telekomgeschäft unter dem härteren Wettbewerb und der zunehmenden Marktsättigung: Der Umsatz sank um 2,4 Prozent, wovon die Hälfte auf den Aderlass in der Festnetztelefonie zurückzuführen ist. So hat die Swisscom innert eines Jahres über 300000 Festnetzkunden verloren. Immer mehr Leute bestellten das Festnetztelefon ab und nutzten nur noch das Handy, sagte Konzernchef Urs Schaeppi.

Der TV-Zuschauer ist der Gelackmeierte

Gleichzeitig sei der Konkurrenzkampf mit Kabelnetzbetreibern und anderen Anbietern härter geworden. Dabei erlitt die Swisscom mehrere Niederlagen im Kampf um die Übertragungsrechte von Eishockey- und Fussballspielen, etwa gegen die Kabelnetzbetreiberin UPC. Und dank der neuen Sky-App des deutschen Pay-TV-Konzerns Sky können zwar auch Swisscom-, Sunrise- und UPC-Kunden weiterhin Bundesliga und Champions League schauen, müssen dafür aber zusätzlich fast zwanzig Franken pro Monat zahlen. Einen Komplettanbieter für Live-Spiele wie früher die Swisscom-Tochter Teleclub gibt es nicht mehr. Für Zuschauer, die Fussball und Hockey sehen wollen, wird es teurer. Aber die Swisscom hat im Urteil Schaeppis nach wie vor mit Abstand das breiteste Sportangebot.

Johannes Brinkmann (SDA)

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