Swiss streicht erste Destinationen: Die neuen Ziele Osaka und Washington fallen aus dem Streckennetz

Die Airline reagiert auf die zusammengebrochene Nachfrage. Zu den Opfern gehören ausgerechnet die beiden neuen Destinationen, die ab Frühling dazugestossen wären. 

Benjamin Weinmann
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Die lange geplante Direktverbindung von Zürich nach Washington fällt der Corona-Krise zum Opfer.

Die lange geplante Direktverbindung von Zürich nach Washington fällt der Corona-Krise zum Opfer. 

Susan Walsh / AP

Das ist bitter. Nach mehreren Jahren Unterbruch und langer Vorbereitung plante die Swiss diesen Frühling zwei neue Langstreckendestinationen in ihr Netz aufzunehmen: Osaka in Japan und die US-Hauptstadt Washington D.C. Doch nun wurden sie zu den ersten Opfern im Swiss-Netz im Zuge der Corona-Krise, wie Recherchen ergeben haben. Die entsprechenden Slots wurden demnach abgegeben.

Eine Swiss-Sprecherin bestätigt, dass Osaka und Washington momentan nicht buchbar sind und frühestens zu Beginn des Sommerflugplanes Ende März 2021 wieder aufgenommen würden. Doch in der Branche herrscht mehrheitlich Einigkeit, dass es mehrere Jahre dauern könnte, bis das alte Flugvolumen wieder erreicht wird. Und ob dann zuerst die zusätzlichen Destinationen in Japan und in den USA zum Zug kommt, muss in Frage gestellt werden.

Nach Osaka wollte die Swiss ab 1. März fünf Mal wöchentlich fliegen. Insgesamt fanden gerade mal neun Hin- und Rückflüge statt bis zum 19. März. Der Inaugurationsflug mit einer Swiss-Delegation, Geschäftspartnern und Journalisten wurde komplett abgesagt, genauso wie jener nach Washington D.C.. In die US-Regierungsstadt konnte wegen der Corona-Krise gar nie geflogen werden. 

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