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Swatch schäumt

Uhrwerke Der weltgrösste Uhrenkonzern Swatch muss die Konkurrenz weiterhin mit den bis 2019 festgelegten Mengen mechanischer Uhrwerke beliefern und darf überschüssige Ware weiterhin nicht am Markt verkaufen. Das hat die Wettbewerbskommission (Weko) entschieden, zum Ärger von Swatch.

Uhrwerke Der weltgrösste Uhrenkonzern Swatch muss die Konkurrenz weiterhin mit den bis 2019 festgelegten Mengen mechanischer Uhrwerke beliefern und darf überschüssige Ware weiterhin nicht am Markt verkaufen. Das hat die Wettbewerbskommission (Weko) entschieden, zum Ärger von Swatch.

Weil die Weko Swatch respektive deren Tochter ETA bei mechanischen Uhrwerken als marktbeherrschend einstuft, ist der Uhrenkonzern behördlich verpflichtet, konkurrierende Uhrenhersteller zu beliefern. Als sich Swatch von diesem Zwang befreien wollte, fanden die Parteien 2013 eine einvernehmliche Lösung: Bis 2019 bleibt die Lieferpflicht aufrecht, doch werden die jährlichen Mengen reduziert. Diese Übergangsfrist sollte es erlauben, dass andere Unternehmen in den Auf- und Ausbau von Fertigungen mechanischer Uhrwerke investieren.

Mittlerweile aber hat der Wind gedreht: Luxusuhren sind weniger gefragt, dies wegen der Frankenstärke und sinkender Nachfrage von Touristen. Als Folge nehmen die Konkurrenten weniger Uhrwerke ab. Deshalb wollte Swatch, die laut Kompromiss von 2013 verpflichtet ist, 1,5 Millionen Uhrwerke bereitzuhalten, die Regeln lockern. Konkret wollte Swatch jene Uhrwerke, die nicht bezogen werden, am Markt verkaufen.

Das hat die Weko nun aber abgelehnt. Begründung: Wenn Swatch den Markt mit günstigen Produkten schwemme, bremse das möglicherweise die Investitionen anderer Hersteller von Uhrwerken, und der Markt könne sich nicht wie gewünscht entwickeln.

Swatch spricht von einem realitätsfremden Entscheid. So würden Swatch und ETA gezwungen, das wirtschaftliche Risiko ihrer Kunden zu tragen. Als Folge droht Swatch mit Preisaufschlägen zur Deckung der Mehrkosten. Das kommt bei der Weko schlecht an: bei massiven Preiserhöhungen würde sie prüfen, ob Swatch die Regeln des Kompromisses verletzt. (T. G.)

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