Swatch Group legt zu

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Biel Der Uhrenhersteller Swatch hat im ersten Halbjahr 2017 weiterhin unter dem starken Franken gelitten – aber auch unter der Zurückhaltung anderer Hersteller, für die Swatch Komponenten herstellt. In der Folge ging der Konzernumsatz von Januar bis Juni im Vergleich zur Vorjahresperiode um 0,3 Prozent auf 3,71 Milliarden Franken zurück. In Lokalwährungen hingegen stieg der Umsatz um 1,2 Prozent.

Die Bremsspuren durch die Zurückhaltung anderer Hersteller zeigen sich im grössten Segment Uhren und Schmuck mit einem Umsatz von 3,58 Milliarden Franken: Ohne Produktion hat der Bereich in Lokalwährungen um 2,9 Prozent zugelegt, inklusive der Produktionsumsätze mit Dritten nur um 1,2 Prozent.

Die Produktion, die im Uhren- und Schmucksegment integriert ist, verzeichnete gegenüber dem Vorjahr eine geringere Auslastung. Insbesondere Drittmarken seien sehr verunsichert und verzögerten Aufträge, hiess es.

Starkes Wachstum im Mittleren Osten

Nach Regionen betrachtet entwickelten sich die Umsätze in Lokalwährung unterschiedlich: In Festland-China verzeichnete Swatch einen «markanten Zuwachs», wie es in der Mitteilung heisst. In Hongkong stabilisierten sich die Verkäufe. Uneinheitlich ist das Bild für Japan. Im Mittleren Osten sei ein «starkes Wachstum» verzeichnet worden. In Europa, einschliesslich der Schweiz, legten die Verkäufe verglichen mit der Vorjahresperiode zu. Auch der nordamerikanische Markt sei in Lokalwährung gewachsen. Wegen des schwachen Dollars sei jedoch kein Franken-Wachstum geblieben.

Das Betriebsergebnis (Ebit) legte im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 um 5,1 Prozent auf 371 Millionen Franken zu. Entsprechend stieg die Profitabilität: Die operative Marge legte auf 10 Prozent (Vorjahresperiode: 9,5 Prozent) zu. Der Konzerngewinn kletterte um 6,8 Prozent auf 281 Millionen Franken. Swatch betont die Steigerung insbesondere des Betriebsgewinns vor dem Hintergrund, dass «die Arbeitsstellen bewusst beibehalten» wurden, vor allem in der Produktion, wo die Auslastung tiefer ausfiel als im Vorjahr. Zudem erlaubten die beibehaltenen Produktionskapazitäten, dass Swatch nun schnell auf positive Entwicklungen reagieren könne.Denn bei allen Marken habe sich im Juni und in den ersten Juliwochen eine Wachstumsbeschleunigung in Lokalwährungen gezeigt, heisst es bei Swatch. (sda)