Sulzer befreit von US-Sanktionen

Drucken
Teilen

Normalbetrieb Der Technologiekonzern Sulzer wird nicht mehr mehrheitlich von Viktor Vekselbergs Renova-Gruppe kontrolliert. Folglich gelten die von den USA gegen Renova verhängten Einschränkungen nicht mehr für Sulzer. Der Winterthurer Konzern hatte zuvor mit der Erlaubnis der US-Behörden Sulzer-Aktien von Renova zurückgekauft und so deren Anteil an Sulzer von 63,4 auf 48,83 Prozent gedrückt.

Das Unternehmen könne nun den normalen Betrieb in den USA wieder aufnehmen, sagt Sulzer-Sprecher Rainer Weihofen. Die Banken müssten die Geschäfte bald wieder in Dollar abwickeln. Konzernchef Greg Poux-Guillaume zeigte sich erleichtert.

Die USA hatten vergangenen Freitag gegen russische Firmen und Geschäftsleute Sanktionen verhängt. Dazu gehört auch der in der Schweiz wohnhafte Investor Vekselberg, dem Renova gehört. In der Folge haben die Banken auch Geschäfte mit Renova und allen Firmen, an der sie zu mehr als 50 Prozent beteiligt ist, abgewiesen. Dazu gehörte bis zum Aktienrückkauf auch Sulzer.

Das US-Geschäft trug 2017 über 700 Millionen Dollar und damit fast einen Viertel zu Sulzers Konzernumsatz bei. Durch die zwischenzeitlichen Sanktionen seien Sulzer allein in den USA Geschäfte für 13 Millionen durch die Lappen gegangen. (sda)