Stromversorger mischt im TV-Markt mit

ST.GALLEN. Die St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke (SAK), Stromversorger für 440'000 Personen in der Ostschweiz, werden neu auch zum nationalen TV-Anbieter. SAK TV lässt sich via Internet mit herkömmlichen TV-Geräten, auf Computern, Tablets und Smartphones empfangen.

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Klein und kompakt: die TV-Box der SAK. (Bild: pd)

Klein und kompakt: die TV-Box der SAK. (Bild: pd)

Das Angebot sei geeignet "für Menschen, die viel unterwegs sind und sich gerne im Internet bewegen", heisst es in einer Mitteilung der SAK vom Montag. SAK TV vereine klassisches Fernsehen und Internet-TV. Der Empfang auf einem herkömmlichen TV-Gerät läuft über eine Box, die ans Internet angeschlossen wird.

Voraussetzung ist laut SAK ein Internetanschluss mit einer Downloadrate von 10 Megabits pro Sekunde. Das TV-Angebot mit 140 Sendern (davon 40 HD) kostet 175 Franken für die ersten drei Monate, inklusive TV Box. Danach bezahlen die Kunden monatlich 21 Franken.

Glasfasernetz im Aufbau
Seit August 2014 bieten die SAK in ihrem regionalen Einzugsgebiet Internet, TV und Telefon über ein eigenes Glasfasernetz an. Etwa 25'000 Kunden sind bisher an dieses Netz angeschlossen, erklärte Lukas Mäder, stellvertretender Vorsitzender der SAK-Geschäftsleitung, auf Anfrage.

Bis 2020 soll der Bau des regionalen Glasfasernetzes abgeschlossen sein. Das Netz biete den SAK als Stromunternehmen viele Synergien, sagte Mäder der Nachrichtenagentur sda. SAK TV sei bei den Kunden in der Region ein beliebtes Produkt, schreibt das Unternehmen.

Deshalb bieten die SAK das TV-Angebot jetzt in der ganzen Schweiz an, via Internet und ohne Glasfaseranschluss. Welche Anzahl Kunden angestrebt werden, wollte Mäder nicht sagen. Im Communiqué heisst es, wie sich die Philosophie im schweizweiten Markt bewähre, werde sich zeigen.

Grundversorger
Die Kraftwerke SAK, die vor kurzem ihren 100. Geburtstag feierten, sind Grundversorger für Strom in den Kantonen St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden. 440'000 Menschen beziehen direkt oder indirekt Strom über das Verteilnetz der SAK.

Das Unternehmen, das sich im Besitz der drei Kantone befindet, besitzt Wasserkraftwerke, Photovoltaikanlagen und Holzkraftwerke. Zudem engagieren sich die SAK bei Wärmeverbunden und im Energiecontracting. (sda)

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