Streit zwischen Sika und Gründerfamilie eskaliert

BAAR. Der Bauzulieferer Sika weigert sich laut Gründerfamilie eine Generalversammlung einzuberufen. Der Streit zwischen dem Sika-Verwaltungsrat und der Gründerfamilie spitzt sich zu.

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BAAR. Der Bauzulieferer Sika weigert sich laut Gründerfamilie eine Generalversammlung einzuberufen. Der Streit zwischen dem Sika-Verwaltungsrat und der Gründerfamilie spitzt sich zu. Der Verwaltungsrat weigere sich, eine ausserordentliche Generalversammlung einzuberufen, schreibt die Schenker Winkler Holding der Gründerfamilie.

Gegen Aktienrecht verstossen?

Anfang Dezember habe man ein Gesuch eingereicht, das die sofortige Einberufung einer ausserordentlichen Generalversammlung forderte: «Obwohl eine solche ohne Verzug einzuberufen ist, hat der Verwaltungsrat der Sika AG an seiner Sitzung Anfang dieser Woche keinen Termin zur Durchführung festgelegt.« Dies sei ein eklatanter Verstoss gegen das Aktienrecht. Dieses verpflichte den Verwaltungsrat, eine Generalversammlung einzuberufen, wenn dies ein Aktionär mit 10% des Kapitals verlange. Die Familie hält über die Schenker Winkler Holding 16,1% des Aktienkapitals und aufgrund spezieller Regeln 52% der Stimmen. Sie will ihren Anteil und damit auch die Stimmenmehrheit, wie seit längerem bekannt, an den französischen Konzern Saint-Gobain verkaufen.

Widerstand im Verwaltungsrat

Innerhalb der Führungsetage von Sika gibt es allerdings Widerstand. Verwaltungsräte wehren sich gegen ihre Abwahl. So will die Gründerfamilie an der Generalversammlung die drei bisherigen Verwaltungsräte Paul Hälg, Monika Ribar und Daniel Sauter abwählen lassen. Schon Ende letzten Jahres hatte die Familienholding beim Kantonsgericht Zug ein Gesuch zur Einberufung einer Generalversammlung eingereicht. (sda)