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STRATEGISCHER ENTSCHEID: Toggenburger Firma Berlinger zieht sich aus Anti-Doping-Geschäft zurück

Das Ostschweizer Technologieunternehmen Berlinger AG hat beschlossen, die Herstellung von Doping-Kontroll-Fläschen mittelfristig einzustellen. Um die Durchführung von Dopingkontrollen nicht zu gefährden, beliefert die Firma ihre Kunden in Absprache mit der Welt-Antidoping-Agentur während einer Übergangsphase weiter.
Die Berlinger AG stellt mittelfristig keine Anti-Doping-Flaschen mehr her. Künftig will sich das Toggenburger Unternehmen auf das Kerngeschäft, die High-Tech-basierte Überwachung von Kühlketten, konzentrieren. (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))

Die Berlinger AG stellt mittelfristig keine Anti-Doping-Flaschen mehr her. Künftig will sich das Toggenburger Unternehmen auf das Kerngeschäft, die High-Tech-basierte Überwachung von Kühlketten, konzentrieren. (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))

Seit den 90er-Jahren stellt das Toggenburger Unternehmen Berlinger AG Behälter und Sicherheitslösungen für Dopingproben her, die weltweit eingesetzt werden. Immer organisiertere Formen des Dopingbetrugs haben das Anforderungsprofil der Anti-Doping-Kits stetig erhöht und verändert."Solche Entwicklungen schaden nicht nur dem Sport, sie vertragen sich auch immer weniger mit unseren Unternehmenswerten und Kernkompetenzen", begründet Verwaltungsratspräsidentin Andrea Berlinger den strategischen Entscheid, im Laufe der nächsten Monate geordnet aus diesem Geschäftsfeld auszusteigen. Das Toggenburger Unternehmen werde sich künftig auf das Kerngeschäft, die High-Tech-basierte Überwachung von Kühlketten, konzentrieren.

Belieferung nur während Übergangsphase

Nachdem zuletzt in einzelnen Labors sowie bei Materialtests des externen Glaslieferanten und der Eidgenössischen Materialprüfungsanstalt EMPA Glasbrüche festgestellt wurden, habe die Berlinger AG die Lieferung der Dopingkontroll-Kits vorübergehend eingestellt, wie es in einer Mitteilung heisst. Aufgrund der bisherigen Testresultate könne das Materialrisiko als überschaubar taxiert werden. Nach einvernehmlicher Absprache mit dem Regulator sowie auf Wunsch von Kunden, ist das Unternehmen jedoch bereit, die Nachfrage nach den auch in PyeongChang eingesetzten BEREG-Kits - solange Vorrat besteht - zu decken. Damit ist die Durchführung von Dopingproben zunächst gesichert und eine Kontroll-Lücke vermieden, schreibt Berlinger.

Über die Modalitäten des Ausstiegs wird der Verwaltungsrat von Berlinger AG zu gegebener Zeit entscheiden. (lex)

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