Strategie und Glück

Die französische Grossbank BNP Paribas hat die US-Hypothekenkrise relativ unbeschadet überstanden, wie auch der Reingewinn von 2 Mrd. € im 1. Quartal 2008 illustriert. Verwaltungsratspräsident Michel Pébereau schrieb am St.

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Die französische Grossbank BNP Paribas hat die US-Hypothekenkrise relativ unbeschadet überstanden, wie auch der Reingewinn von 2 Mrd. € im 1. Quartal 2008 illustriert. Verwaltungsratspräsident Michel Pébereau schrieb am St. Gallen Symposium den Erfolg einer im Vergleich zu anderen Finanzkonzernen «geringeren und weniger ehrgeizigen Risikoneigung» zu sowie auch einer Portion Glück. BNP Paribas habe Subprime-Papiere als «zu riskant» eingestuft.

Pébereau sieht in der Finanzindustrie generell Handlungsbedarf. Es brauche unabhängige Kontrollen, die Konzernleitung müsse die Risikopolitik mit definieren, der Verwaltungsrat sei als Aufsichtsorgan gefordert. Ein Problem sieht er im Erfordernis der IFRS-Rechnungslegung, Vermögenswerte stets zum Marktwert in den Büchern zu haben. Wenn aber der Markt praktisch nicht existiere, brauche es daneben auch anderes wie etwa Mittelwerte. (T.G.)

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