Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

STIFTUNGSGELD: Angestellte der Zinctec sollen rund eine Million Franken erhalten

Die Angestellten der Firma Zinctec, die Ende April den Betrieb einstellt, sollen Geld aus einer firmeneigenen Fürsorgestiftung erhalten. Dazu müssen die Einfamilienhäuser der Stiftung verkauft werden. Das Geld fliesst in die Pensionskassen der Betroffenen.
Die Egnacher Verzinkerei Zinctec AG muss Ende April ihre Tore schliessen. (Bild: Google Streetview)

Die Egnacher Verzinkerei Zinctec AG muss Ende April ihre Tore schliessen. (Bild: Google Streetview)

Die patronale Fürsorgestiftung der Egnacher Verzinkerei Zinctec AG, die Ende April als Folge eines Investitionsstaus ihre Tore schliesst, verfüge über Vermögenswerte in Höhe von 1 bis 1,2 Millionen Franken. Das sagte Heinz Schmidhauser, der vom Zinctec-Verwaltungsrat mit der Betreuung der rund 40 Angestellten beauftragt ist, gestern im Anschluss an eine Mitarbeiterinformation. An dieser waren gut 30 Beschäftigte sowie der dreiköpfige Verwaltungsrat zugegen. Die Gewerkschaft Unia war nicht eingeladen worden.

Wie Schmidhauser im Beisein eines Mitglieds der Betriebskommission sagte, besteht das Vermögen der Stiftung (die Firma spricht von einem Wohlfahrtsfonds) vor allem aus ein paar kleinen, älteren Einfamilienhäuschen, wenig Bargeld und sonstigen Anlagen. Letztendlich hänge der effektive Gesamtwert davon ab, wie viel der beabsichtigte Verkauf der Häuser einbringe.
Sobald alle Vermögenswerte verflüssigt sind, soll das Geld in zwei Schritten verteilt werden.

Zunächst werden Vorsorgeleistungen und Härtefälle abgeklärt, wobei mutmasslich Betroffene ein Gesuch an den Stiftungsrat stellen müssen. Die übrigen Mittel sollen sodann an alle Beschäftigten verteilt werden. Bargeld werden sie aber nicht erhalten; das Geld müsse aus rechtlichen Gründen in ihre Pensionskasse fliessen. Der Verteilschlüssel richtet sich nach Kriterien wie Anzahl Köpfe und Dienstjahre sowie Kapital der Personen.

Gewerkschaft Unia kritisiert Zinctec-Leitung

In der Firma selber seien keine Mittel etwa für Abfindungen vorhanden, sagt Schmidhauser. Die Löhne seien aber gesichert. Mittlerweile hätten 15 Zinctec-Angestellte eine neue Arbeit gefunden, und bei 4 bis 5 dürfte es demnächst so weit sein. Frühpensionierungen prüfe man in 2 Fällen. Die Firma selber hat keine Aufträge mehr, das Zinkbad ist leergepumpt. Im Gang sind lediglich noch Aufräumarbeiten.

Stefan Brülisauer von der Unia Ostschweiz übt Kritik am Ausschluss der Gewerkschaft und wirft der Firmenleitung vor, sie spiele «mit verdeckten Karten». Brülisauer mutmasst, die Immobilien «müssten mehr wert sein», und er äussert Zweifel an der Angabe, in der Firma seien keine Mittel für die Angestellten vorhanden. Der Unia-Mann will prüfen, bei der Leitung der Berner Zinctec-Muttergesellschaft SDL vorstellig zu werden. (T. G.)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.