St.Galler Kantonalbank steigert Gewinn

ST.GALLEN. Die St.Galler Kantonalbank (SGKB) ist im vergangenen Jahr im Heimmarkt gewachsen und hat die Kosten gesenkt. Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von 151 Millionen Franken. Das sind fast 12 Prozent mehr als im Vorjahr.

Drucken
Teilen
Die St. Galler Kantonalbank hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich. (Bild: Urs Bucher)

Die St. Galler Kantonalbank hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich. (Bild: Urs Bucher)

Der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Roland Ledergerber, und Verwaltungsratspräsident Franz Peter Oesch zeigten sich bei der Präsentation des Jahresergebnisses am Mittwoch zufrieden. Das Zinsengeschäft als grösster Ertragspfeiler brachte der Bank 313 Millionen Franken (+8,4 Prozent) ein.

Zwar drückten laut Ledergerber die tiefen Zinsen auf die Erträge. Die SGKB konnte dies aber durch Wachstum bei den Ausleihungen und durch tiefere Refinanzierungskosten kompensieren. Die Absicherung gegen steigende Zinsen wurde verstärkt, und zwar günstigeren Konditionen. Dies trug zum höheren Zinserfolg bei.

Beim Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft spürte die SGKB trotz gutem Börsengang die Zurückhaltung der Anleger. Der Erfolg nahm um knapp 5 Prozent ab auf 138,5 Mio. Franken. Das Handelsgeschäft hingegen trug mit 45,4 Mio. Franken (+17,5 Prozent) zum guten Geschäftsergebnis 2012 bei.

Kosten gesenkt
Den Geschäftsaufwand senkte die Bank um 3 Prozent auf 279,5 Mio. Franken. Der Bruttogewinn lag mit 222,1 Mio. Franken um 17 Prozent über dem Vorjahreswert. Weil die SGKB mehr Steuern bezahlte (knapp 38 Mio. Franken), resultierte beim Jahresgewinn noch ein Plus von 11,5 Prozent.

Sowohl die Kundenausleihungen als auch die verwalteten Vermögen haben zugenommen: Dank neu abgeschlossenen Krediten von einer Milliarde stiegen die Ausleihungen auf 22,4 Mrd Franken. Die verwalteten Vermögen (Kundengelder und Depotvermögen) erreichten 38,2 Mrd. Franken (+1,8 Prozent).

Ausländische Gelder fliessen ab
Im Anlagegeschäft setzte sich der Trend des soliden Wachstums im Heimmarkt, aber auch der Abflüsse im grenzübergreifenden Geschäft fort, wie Ledergerber sagte. Das Wachstum im Heimmarkt konnte die Abflüsse bei ausländischen Anlegern nicht ganz decken, was zu einem Geldabfluss von 177 Mio. Franken führte.

Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung vom 24. April eine unveränderte Dividende von 15 Franken vor. Für das laufende Jahr rechnen die Bankspitzen mit einem Ergebnis etwa wie 2012. (sda)