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St.Galler Ausrüsterin schnittiger Cabrios ist verkauft

Mit ihren Kabelzügen sorgt die Firma Fortatech dafür, dass Porsche- und Mercedes-Fahrerinnen ihr Cabriodach nach Belieben öffnen und schliessen können. Nun hat das Ostschweizer Unternehmen, das auch mit den SBB im Geschäft ist, neue Eigentümer.
Thomas Griesser Kym
Wenn ein Porsche-Cabrio fährt, fährt die St.Galler Firma Fortatech mit. (Bild: PD)

Wenn ein Porsche-Cabrio fährt, fährt die St.Galler Firma Fortatech mit. (Bild: PD)

Wer das Dach eines Porsche- oder Mercedes-Cabrios öffnet oder schliesst, wer einen Sitz in einem SBB-Zug verstellt oder auch einen Kindersitz, der bedient sich häufig eines Kabelzugs einer St.Galler Firma. Es ist die Fortatech AG, die ihren Ursprung im Seilereigewerbe hat und deren Wurzeln bis ins Jahr 1878 zurückreichen. Heute ist das Unternehmen an der Gübsenstrasse laut eigenen Angaben «das etablierteste Unternehmen im deutschsprachigen Raum», wenn es um Bowdenzüge (Seilzüge) und Push-Pull-Kabel geht, und man spricht von einem «namhaften Kundenkreis».

Seit 1992 gehörte die Fortatech zur Gruppe Brugg. Doch aus strategischen Überlegungen hat sich diese vor einiger Zeit entschlossen, das St.Galler Unternehmen samt der 2004 zwecks Ressourcenerweiterung gegründeten polnischen Tochtergesellschaft in Plochocin zu verkaufen. Neue Eigentümer der Fortatech sind zu je 50 Prozent die Familie des bisherigen und langjährigen Geschäftsführers Thomas Englert sowie die in Arbon ansässige Manser Group AG, die in Familienbesitz ist. Die Transaktion wird als «optimale Lösung» beschrieben.

Die Standorte sollen weiter ausgebaut werden

Wie die Unternehmen mitteilen, sind auch alle 45 Mitarbeitenden in der Schweiz und in Polen übernommen worden. Am Standort St.Gallen konzentriert sich die Fortatech weiterhin auf die Produktion und den Verkauf vor allem von Speziallösungen sowie auf Forschung und Entwicklung, um mit Innovationen das Produkteportfolio ständig zu erweitern. Das Hauptaugenmerk der polnischen Niederlassung liegt auf der Produktion. Die neuen Eigentümer Thomas Engler und die Manser Group haben angekündigt, die beiden Produktionsstandorte weiter auszubauen.

Die Geschichte der Arboner Manser Group geht bis auf das Jahr 1981 zurück. Damals gründete Hildegard und Fredy Manser als Pioniere in der Hochdrucktechnik das Unternehmen, das laut seiner Website aktuell 450 Mitarbeitende sowie einige Hundert Temporärkräfte beschäftigt. Im Verlauf von 1996/97 trat Patrick Manser, der heutige Geschäftsleiter und Inhaber, operativ in den Betrieb seines Vaters ein.

Hanf und Rosshaar stehen am Beginn der Firmenchronik

Die Fortatech und deren Anfänge im 19. Jahrhundert sind verbunden mit dem Namen Adolf Arnheiter. Dieser betrieb in St.Gallen einen Laden, in dem er Kolonialwaren und Seilerwaren feilbot. Die Seile aus Hanf, Baumwolle und Rosshaar wurden vorwiegend in St.Gallen hergestellt, und das Familienunternehmen erfreute sich kontinuierlichen Wachstums. 1983 wurde die Firma von Arnheiter AG, Forta-Seilwerke zu Fortatech AG geändert. Kurz davor war der Betrieb von der Firma Fatzer in Romanshorn übernommen worden, seit 1992 gehörte sie zur Gruppe Brugg.

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