Stellenabbau und Gewinnsprung

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Quartalszahlen Die Grossbank UBS plant im Zuge des Brexit, Aktivitäten von London in andere europäische Städte zu verlagern. Laut UBS-Chef Sergio Ermotti wären aber von den 5500 Mitarbeitern viel weniger als 1000 betroffen. Die UBS wolle bezüglich Brexit in den nächsten Wochen die Entscheide fällen, sagte Ermotti gestern an der Präsentation der Quartalszahlen.

Die UBS hat in den ersten neun Monaten 2017 mit 3,4 Milliarden Franken mehr Reingewinn erzielt als im ganzen Vorjahr. Gut unterwegs ist die UBS in Asien und bei den Kostensenkungen. Die Last der Negativzinsen auf das Schweizer Geschäft droht schwerer zu werden. Weil die UBS etliche Dienstleistungen von Dritten wieder selber macht, erhöhte sich in der Berichtsperiode die Zahl der Vollzeitstellen um 1326 auf 60796 Personen. Zu einem tatsächlichen Personalausbau sei es nicht gekommen, sagte Konzernchef Sergio Ermotti. Längerfristig würde die Zahl der Angestellten abnehmen.

Immerhin: Nach der Restrukturierung seien ab 2020 keine grösseren Kostensparprogramme mehr vorgesehen. Mit 4,6 Milliarden Franken Nettoneugeldern im dritten Quartal war das internationale Vermögensverwaltungsgeschäft gut in Fahrt. Im Schweizer Geschäft mit Privat-, Firmen- und institutionellen Kunden verursachten die Negativzinsen grossen Gegenwind. Der operative Gewinn sank im dritten Quartal um 9 Prozent auf 411 Millionen Franken. (sda)