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STELLENABBAU: Institut GfK streicht 77 Stellen

Kurz vor dem Umzug nach Rotkreuz schliesst das Marktforschungsinstitut GfK sein Telefonlabor in Hergiswil. Das Unternehmen will künftig mit der Konkurrenz kooperieren. 77 Angestellte verlieren ihren Job.
Roman Schenkel

Ab Montag wird das Marktforschungsinstitut GfK seinen Sitz in Rotkreuz haben. Gestern wurden die letzten Sachen von Hergiswil an den neuen Standort gezügelt. 135 Angestellte werden neu im Kanton Zug arbeiten.

Der Umzug wird von einer schlechten Nachricht überschattet: Wie unsere Zeitung erfahren hat, schliesst GfK das Telefonlabor, das eigentlich in Hergiswil hätte bleiben sollen. In einem Kündigungsschreiben, das unserer Zeitung vorliegt, erklärt GfK die Schliessung mit der Zunahme von Onlineumfragen und dem Verlust eines grösseren Auftrages. «Gerade dieses Jahr gingen ca. 50000 Telefoninterviews verloren», schreibt GfK-Chef Schweiz Ludovit Szabo im Kündigungsschreiben. Zudem würden 2018 weitere Kunden auf Onlinebefragungen umstellen wollen. Diese Veränderungen hätten zur Folge, dass das Auftragsvolumen auf eine Grösse zusammenschrumpft, bei welcher die Durchführung der Telefonbefragungen nicht mehr rentabel sei. Auch das Rekrutierungscenter, das Teilnehmer für Marktforschungen sucht, soll geschlossen werden.

Konsultationsverfahren läuft bereits

77 Angestellte verlieren durch die Schliessungen ihre Arbeit, bestätigt GfK-Sprecher Lukas Häusermann. «Wir werden in Zukunft nicht mehr selber Telefonbefragungen durchführen, deshalb haben wir die Absicht, unser Befragungscenter per Ende März 2018 zu schliessen.» Seit dem 11. Oktober laufe das 30-tägige Konsultationsverfahren, ein Sozialplan sei in Abklärung.

Die Marktforschungsbranche bekommt insbesondere bei der Erhebung der Daten die Digitalisierung stark zu spüren. Zudem sei die Konkurrenz im Telefonbefragungsmarkt gross. «Der Preisdruck hat stark zugenommen», sagt Häusermann. GfK will sich in Zukunft stärker auf die Auswertung von grossen Datenmengen und auf die Beratung konzentrieren. Um nicht ganz auf Telefonerhebungen zu verzichten, will GfK ab März 2018 mit dem Adligenswiler Institut Link zusammenarbeiten. Link betreibt Telefonlabors in Luzern, Zürich, Lugano und Lausanne.

Roman Schenkel

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