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Steinacher Variosystems AG wechselt die Hand

Innert 25 Jahren ist die Variosystems von drei auf 1600 Mitarbeitende gewachsen. Nun steigt Peter Ermish als Hauptaktionär aus. Neue Mehrheitseigentümerin ist die Beteiligungsgesellschaft Capvis, die Variosystems weiter internationalisieren und ausbauen will.
Thomas Griesser Kym
Blick in die Produktion der Variosystems. (Bild: PD)

Blick in die Produktion der Variosystems. (Bild: PD)

Capvis ist in der Ostschweiz gut bekannt. Die Beteiligungsgesellschaft war zum Beispiel Mehrheitsaktionärin der VAT in Haag, die 2016 an die Börse gebracht wurde, oder der Thurgauer Lista-Gruppe, die dieses Jahr an chinesische Investoren veräussert wurde. Und zwischen 2006 und 2012 war Capvis mit 20 Prozent an Stadler Rail beteiligt. Die Strategie von Capvis lautet, Beteiligungen, hauptsächlich Mehrheiten, an führenden mittelständischen Firmen zu erwerben, diese unternehmerisch weiterzuentwickeln und nach einigen Jahren wieder zu verkaufen.

Nun engagiert sich Capvis ein weiteres Mal in der Ostschweiz. Zu einem ungenannten Preis erwirbt die Gesellschaft eine Mehrheit an der Variosystems AG mit Hauptsitz in Steinach am Bodensee. Das Unternehmen, gegründet vor 25 Jahren von einem Trio, beschäftigt mittlerweile an vier Standorten 1600 Mitarbeitende und setzte vergangenes Jahr 175 Millionen Franken um.

Die Minderheitsaktionäre und Geschäftsleiter behalten ihre Funktionen

Variosystems ist ein international tätiger Elektronikdienstleister mit vier Standorten, die alle selber organisch auf- und ausgebaut worden sind. In Sri Lanka beschäftigt man mittlerweile 1040 Mitarbeitende, in China 200 und in den USA 163. Am Steinacher Hauptsitz sind 217 Angestellte aktiv. Variosystems produziert elektronische Baugruppen und Systeme für Kunden aus Industrie, Medizin, Luft- und Raumfahrt usw. Die Dienstleistungen umfassen Hardware- und Software-Engineering, Fertigung, Kabelkonfektion, Management der Lieferkette und Kundenservice.

Der bisherige Hauptaktionär Peter Ermish, der gleichzeitig General Manager der Variosystems Inc. in den USA ist, konzentriert sich ab 2019 auf strategische Themen im Verwaltungsrat. Seine operative Nachfolge am US-Standort übernimmt Roger Bieri. Unverändert bleiben die Positionen von Peter Germann und Norbert Bachstein. Sie behalten sowohl ihre Aktienanteile, bleiben also Minderheitsaktionäre der Variosystems, als auch ihre Funktionen als Co-Geschäftsführer der Firmengruppe.

«Eine Schweizer Industrieperle»

Capvis plant laut eigenen Angaben, «primär in zusätzliches Wachstum der Firma zu investieren und Variosystems beim Ausbau ihrer strategischen Wettbewerbsvorteile zu unterstützen». Boris Zoller, Partner bei Capvis, nennt Variosystems «eine Schweizer Industrieperle». Das Unternehmen sei «in einer wachstumsstarken Branche und mit seinen Kunden in zukunftsweisenden Endmärkten unterwegs». Gemeinsam mit dem erfahrenen Management wolle man dieses Potenzial nutzen, um die Strategie der Internationalisierung weiterzuverfolgen.

«Wir schreiten von Rekordjahr zu Rekordjahr»

Das sagt auf Anfrage Peter Germann. «Wir liefern Schweizer Qualität und Verlässlichkeit aus unseren vollständig integrierten Standorten weltweit.» Die Firmengruppe sei auf dem Markt sehr gut etabliert. Enormen Rückenwind gegeben habe der organische Ausbau in Asien. Konkret nennt Germann zwei Neubauten in Sri Lanka und China 2013 sowie einen weiteren Neubau in Sri Lanka 2017 zur Erhöhung der Produktionskapazität.

Weiter auf dem Wachstumspfad

Nächstes Jahr werde man das Wachstum der vergangenen Jahre fortsetzen. Auch halte man an allen Standorten fest. Am Geschäft ändere sich durch den Einstieg von Capvis nichts. Mit der Beteiligungsgesellschaft im Rücken werde weiter investiert, sagt Germann, und zwar in die Infrastruktur, ins Personal und in die Technologie.

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