Startfeld Diamant: SoFlow gewinnt mit E-Mobilität auf der letzten Meile

Sieger im Ostschweizer Wettbewerb Startfeld Diamant ist das Start-up SoFlow. Das Unternehmen ist Spezialist für E-Mobilität und baut E-Scooter und E-Skateboards.

Stefan Borkert
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Martin Neuckel (links) und Manuel Hug von SoFlow haben den Preis für den Sieg beim Startfeld Diamant entgegengenommen. (Bild: Urs Bucher)

Martin Neuckel (links) und Manuel Hug von SoFlow haben den Preis für den Sieg beim Startfeld Diamant entgegengenommen. (Bild: Urs Bucher)

Am Schluss strahlten gestern Abend im Innovationszentrum Startfeld in St. Gallen die Gesichter der Sieger heller als der Diamant, den sie zusammen mit einem Check über 30000 Franken in den Händen hielten. Das Jungunternehmen SoFlow hat die achte Auflage des Wettbewerbs Startfeld Diamant gewonnen und sich gegen vier weitere Finalisten durchgesetzt. «Bei uns soll der Kunde wissen, warum er ein Produkt kauft. Wir wollen den Alltag erleichtern», sagt Manuel Hug. Er hat zusammen mit Zi Fong ­Giang und Martin Neuckel vor vier Jahren in Flawil SoFlow gegründet. Und seither reiten sie auf der Welle des Megatrends Elektromobilität. Längst sind sie zu einem international tätigen Unternehmen geworden.

SoFlow baut und entwickelt verschiedene Produkte im Bereich der Mikro-Mobilität, wie es Manuel Hug nennt. Dazu gehö­ren etwa E-Scooter und E-Skateboards. Weitere Modelle wie der «Personal Mover» sind bereits in der Pipeline. Für dieses Gerät konnte SoFlow eine exklusive Partnerschaft mit BMW abschliessen. Es dient zur Fortbewegung von etwa Flughafenpersonal oder in Unternehmen und öffentlichen Bereichen.

Risiko und Megatrend

Roland Ledergerber, Jurypräsident und CEO der St. Galler Kantonalbank, die den Preis und die Stiftung Startfeld finanziell unterstützt, sagte: «Mit dem Megatrend Mikro-Mobilität erschliesst sich SoFlow ein grosses Marktpotenzial. Dank des gut aufgestellten Teams kann SoFlow in diesem schnell wachsenden Markt innovativ und flexibel bleiben. Er erklärte auch, dass das junge Unternehmen bereit sei, Risiken einzugehen. SoFlow baue Fortbewegungsmittel, die smart, intelligent und umweltbewusst seien. «Sie setzen dabei auf Mobilitätslösungen für die letzte Meile.»

Entscheidung  fiel der Jury schwer

Ledergerber betonte, dass die Entscheidung schwer gefallen sei. Alle fünf Finalisten seien herausragend. Für die Plätze zwei bis fünf gab es auch einen Diamanten sowie einen Check über jeweils 5000 Franken.

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