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Start Summit: Auch grosser Wandel fängt klein an

Neue Technologien scheinen in geballter Form den Alltag umzupflügen. Am Start Summit in St.Gallen zeigte sich, dass hinter der Innovation oft beharrliche, kleine Schritte stehen.
Thorsten Fischer
Eintauchen in virtuelle Welten am Start Summit 2019 in St.Gallen. (Bild: Urs Bucher)

Eintauchen in virtuelle Welten am Start Summit 2019 in St.Gallen. (Bild: Urs Bucher)

Virtuelle Realität, künstliche Intelligenz, Internet der Dinge - Entwicklungen, denen technologisch und wirtschaftlich grosses Potenzial zugeschrieben wird. Am Start Summit in St.Gallen, wo sich dieser Tage Studenten, Start-up-Firmen, Gründer und Investoren getroffen haben, wurde deutlich: Die Entwicklung verläuft nicht überall nach dem gleichen Muster und im selben Tempo. Nicht alle Technologien verändern die Welt gleich über Nacht. Trotzdem sind sie disruptiv, weil sie auf Dauer viele Lebensbereiche auf den Kopf stellen. Einfluss darüber hat einerseits die Akzeptanz am Markt. Zugleich gibt es gesellschaftliche Debatten, wo bestimmte Technologien eingesetzt werden sollen.

Innovativ, aber manchmal zu früh

Selbst äusserst innovative Firmen sind nicht gegen Überraschungen gefeit. So mag eine Idee im Kern zwar stimmen, kommt aber einen Tick zu früh. So ergangen ist es Daniel Graf, den es vom Rheintal ins Silicon Valley zog. Am Start Summit blickte er auf die unternehmerischen Anfänge zurück: Einst hatte er ein Abspielgerät entwickelt, mit dem sich unzählige Musiktitel per Knopfdruck abrufen liessen - die weltweit erste MP3-Jukebox. Der grosse Durchbruch am Markt gelang später allerdings erst Apple mit dem iPod. Graf etablierte unterdessen ein anderes von ihm gegründetes Unternehmen im Markt, die Live-Videoplattform Kyte. In den vergangenen Jahren war er in hohen Führungsfunktionen bei Google (für das Kartenprojekt Maps), Twitter und dem Fahrdienstleister Uber tätig.

Daniel Sennheiser, Chef des gleichnamigen Audiotechnikherstellers, zeigte, wie ein Unternehmen in der dritten Generation immer noch neue Geschäftsfelder erschliesst. Einen beachtlichen Schub hatte die Firma im 20. Jahrhundert erlebt, als der Hörgenuss zu Hause einen immer grösseren Stellenwert bekam - der technologische Sprung von Mono zu Stereo half, das Geschäft zu befeuern. Heute ist ein solcher Treiber die virtuelle Realität. Die räumliche Dimension spielt nicht nur in der Optik, sondern auch in der Akustik eine noch entscheidendere Rolle. Aus welcher Richtung genau ein Ton komme, trage massgeblich zum Zurechtfinden in virtuellen Welten bei, erklärte Sennheiser am Summit.

Start Hack: 35 Stunden Zeit für neue Lösungen

Das Finden von Lösungen in einzelnen Bereichen spielte ebenso beim Start Hack 2019 eine Rolle. Ein Anlass, der jeweils im Vorfeld des Summit stattfindet. In verschiedenen internationalen Teams wird dabei 35 Stunden am Stück durchprogrammiert. 2016 fand der Anlass in St.Gallen zum ersten Mal statt. Inzwischen habe man eine breite Teilnehmerbasis aufgebaut, die Jahr für Jahr teilnehme, ziehen die Organisatoren Bilanz. Besonders dieses Jahr habe man unternehmerisches Interesse entfachen können - durch intensive Betreuung der Teilnehmer durch den Start Incubator. «Die Teilnehmer erarbeiteten auch Lösungen für reale Problemstellungen, die unsere Partner an den Start Hack bringen. Dabei handelt es sich sowohl um Start-Ups, als auch um KMU und Grossunternehmen,» erklären die Verantwortlichen.

In einer grossen Gemeinschaft an einem organisierten Event zu programmieren, wird von den Teilnehmenden offenbar geschätzt, wie Stimmen zum Anlass zeigen. Lob gibt es dabei auch für die Firmenvertreter: «Es war supercool, dass teilweise auch die Corporates bis 4 Uhr morgens am Hack waren.» Interessant sei es zu sehen, wie die Welten Wirtschaft und Technologie aufeinanderträfen. Ergänzt hätten sie sich jedenfalls gut: «Die Techies fragen wie, die Business-Dudes warum?» Gewonnen hat am diesjährigen Start Hack ein Team, das ein Programm entwickelte, das Epileptiker vor negativen Bildschirmeinflüssen schützt.

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