Starrag mit Aufträgen für die nächsten drei Quartale

RORSCHACHERBERG. Der Werkzeugmaschinen-Hersteller Starrag wird trotz grosser Auslandwertschöpfung gebeutelt von der Frankenstärke. Währungseffekte belasten den Umsatz, die Aufträge gehen auch wegen Preisdrucks spärlicher ein. Die Firma sieht aber die Grundauslastung für die nächsten Monate gesichert.

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Werkzeugmaschinen-Hersteller Starrag hat in nächster Zeit viel zu tun. (Bild: Urs Jaudas)

Werkzeugmaschinen-Hersteller Starrag hat in nächster Zeit viel zu tun. (Bild: Urs Jaudas)

Der Umsatz des St.Galler Unternehmens ging im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Prozent auf 181,8 Millionen Franken zurück. Währungsbereinigt ergab sich hier indes ein Plus von 3,5 Prozent.

Der Gewinn sank um gut die Hälfte auf 3,1 Millionen Franken, wie Starrag am Freitag mitteilte. Für den starken Gewinnrückgang sei eine Neubewertung nicht abgesicherter Euro-Positionen mitverantwortlich.

Beim Auftragseingang musste Starrag einen Rückgang um 23 Prozent hinnehmen und auch in Lokalwährungen gerechnet beträgt die Reduktion noch 16 Prozent. Rückgänge verzeichnet die Firma vor allem in Europa und Nordamerika, Asien hielt den Vorjahreswert knapp, wie es im Communiqué heisst. Der Arbeitsvorrat reiche als Grundauslastung für rund drei Quartale.

Obwohl die Umrechnung in Franken auch Starrag zu schaffen macht, sieht sich das Unternehmen im Industrievergleich unterdurchschnittlich von der Frankenstärke betroffen: Drei Viertel der Wertschöpfung fielen im Ausland an, Waren würden soweit möglich im Ausland eingekauft.

Auf die Mitarbeiterzahl haben sich die Währungsturbulenzen bisher nicht ausgewirkt. Starrag beschäftigte Ende Juni praktisch gleich viele Mitarbeiter wie Ende 2014. (sda)