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Starrag auf solider Basis

Trotz geschäftlicher Einbussen im vergangenen Jahr sieht sich der Werkzeugmaschinenbauer Starrag Group gut aufgestellt und bereit für rentables Wachstum in den kommenden Jahren.
Thomas Griesser Kym
Die Stanser Pilatus-Flugzeugwerke fertigen auf einer Maschine der Starrag Group Aluminiumstrukturteile des neuen Businessjets PC-24. (Bild: pd)

Die Stanser Pilatus-Flugzeugwerke fertigen auf einer Maschine der Starrag Group Aluminiumstrukturteile des neuen Businessjets PC-24. (Bild: pd)

ZÜRICH. Das vergangene Jahr war aus Sicht der Starrag Group «anspruchsvoll und schwierig». Das sagte an der Bilanzpressekonferenz Daniel Frutig, der im April 2015 Mehrheitsaktionär Walter Fust als Verwaltungsratspräsident des Werkzeugmaschinenbauers abgelöst hat. Der frühere AFG-Chef Frutig sagt aber auch: «Ein durchzogenes Jahr stört mich nicht so sehr, wenn Ausblick und Basis stimmen.»

Durchzogen war das vergangene Jahr einerseits als Folge der Frankenaufwertung nach dem Fall des Euromindestkurses. Dies schmälerte die Ergebnisse und den Umsatz (siehe Tabelle). Hinzu kam andererseits, dass sich Kunden angesichts der fragilen Weltkonjunktur mit Bestellungen zurückhielten.

«Grundauslastung gesichert»

Dennoch zeigt die Starrag-Spitze Zuversicht. So wurde der Umsatz in Lokalwährungen gehalten, und der Auftragseingang stieg im Jahresverlauf von Quartal zu Quartal, wobei er in den letzten drei Monaten 100 Mio. Fr. übertraf. Zwar waren mehrere Fabriken der Starrag weniger ausgelastet, doch just die grossen Standorte in Rorschacherberg und in Chemnitz haben laut Konzernchef Walter Börsch viel zu tun. Mit einem Auftragsbestand von 238 Mio. Fr. (per Ende 2015) sei zudem «weiterhin eine Grundauslastung über rund drei Quartale gesichert», sagt Frutig.

Um noch besser auf Kundenwünsche eingehen zu können, will die Starrag laufend effizienter, produktiver und agiler werden. Dafür hat sie ihre Organisation neu nach Zielmärkten und strategischen Marktsegmenten geordnet. Das soll die Komplexität reduzieren und Synergien freisetzen. Zudem werden Verkauf, Marketing und Service verstärkt. Das Unternehmen investiert laut Börsch jedes Jahr um die 25 Mio. Fr., um Technologien, Produkte und Dienstleistungen neu- oder weiterzuentwickeln. Denn die Kunden wollen immer komplexere Teile fräsen. Als Beispiel nennt Börsch Schaufeln für Kraftwerkturbinen oder für Flugzeugtriebwerke. Boeing und Airbus haben laut dem Starrag-Chef je etwa 6500 Flugzeuge in ihren Auftragsbüchern. Das laste die beiden Firmen für acht bis zehn Jahre aus, was einerseits Neuinvestitionen in Fräsmaschinen erfordere und andererseits Ersatzinvestitionen zur Ablösung alter Maschinen, weil die Flugzeugbauer dem Preisdruck seitens der Airlines mit höherer Effizienz begegnen müssen.

Von den Zielen noch entfernt

Ein weiterer Motor des Starrag-Geschäfts ist die zunehmende industrielle Miniaturisierung. Das treibt die Maschinen für mikromechanische Anwendungen an, was wiederum hilft, die Durststrecke bei Anlagen für die Uhrenindustrie zu überbrücken. Chancen bietet zudem die Medizinaltechnik. Unter dem Schlagwort «Industrie 4.0» arbeitet die Starrag ferner daran, ihre Werkzeugmaschinen zu vernetzen.

Für 2016 geht Börsch von mehr Aufträgen aus, einer Erhöhung der betrieblichen Marge von zuletzt 4% und einem in Lokalwährungen stabilen Umsatz. Mittelfristig peilt die Starrag eine Marge von 8% an sowie ein jährliches Wachstum der Aufträge und des Umsatzes von je 5%.

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