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Stadt St. Gallen entscheidet sich für Abraxas und Abacus

Die Zusammenarbeit der beiden IT-Häuser Abraxas und Abacus trägt schon nach wenigen Monaten Früchte.
Kaspar Enz
Hauptsitz der Abacus in Wittenbach.

Hauptsitz der Abacus in Wittenbach.

Nach zuvor langem Rechtsstreit arbeiten die Softwareschmieden Abacus und Abraxas seit gut einem Jahr zusammen. Die Zusammenarbeit trägt scheinbar Früchte. Die Partner erhalten von der Stadt St.Gallen den Auftrag für die neue Personal- und Finanzsoftware. Abraxas wurde mit der Implementierung der Abacus-Software beauftragt.

Das neue Softwarepaket decke alle relevanten Prozesse in den Bereichen Finanzen sowie Personalwesen ab, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung der Abraxas Informatik und der Abacus Research. Genutzt werde die Software von Mitarbeitenden in Schule und Verwaltung der Kantonshauptstadt. Dazu gehöre auch eine integrierte Archiv- und Dossierführung. Es vernetze die Verwaltung auch dank mobiler Lösungen. Die Stadtverwaltung könne dank der neuen Software ihren Administrationsaufwand reduzieren.

Lokale Anbieter 
setzten sich durch

Die Stadt St.Gallen habe sich nach einem Ausschreibungsverfahren nach GATT/WTO-Regeln für die Angebote der lokalen Anbieter entscheiden, heisst es in einer Mitteilung der Stadt. Es habe mehrere Bewerbungen um den Auftrag gegeben, sagt Stadtpräsident Thomas Scheitlin. Die Bewerber waren inländische Firmen. Die von ihnen offerierte Software waren Produkte von inländischen und ausländischen Unternehmen. Die verschiedenen Angebote wurden anhand einer Vielzahl an Kriterien bewertet. Das Angebot der Abraxas habe sich als das beste herausgestellt.

Der Auftrag der Stadt St.Gallen sei nicht der erste Erfolg, den Abraxas Informatik und Abacus Research als Partner erzielen. Abraxas habe im laufenden Jahr bereits ein Dutzend neue Kunden für die Abacus-Software gewinnen, wie die beiden Firmen mitteilen. «Wir ergänzen uns in idealer Art und Weise», sagt Abraxas-CEO Reto Gutmann. Abacus sei als führendes Schweizer Softwarehaus etablierter Lieferant im Markt der öffentlichen Verwaltung. Abraxas sei seinerseits ein erfahrener Integrator für die Einführung von IT-Lösungen, sagt Abacus-Geschäftsleitungsmitglied Daniel Senn.

Streit mündet in Zusammenarbeit

Auf den Computern von über 40000 KMU läuft die Lohnsoftware der St. Galler Softwarefirma Abacus Research. Auch für die Gemeinden des Kantons wäre sie die richtige Lösung gewesen, fand Abacus-CEO Claudio Hintermann. Doch die vergaben ihre Software-Aufträge meist freihändig, ohne Ausschreibungsverfahren. Und meist an die VRSG, das Verwaltungsrechenzentrum. Das weckte bei Abacus nicht zuletzt deshalb Unmut, weil die VRSG auch den Gemeinden gehört. 69 Gemeinden zog die Abacus vor Gericht, was folgte war ein jahrelanger Rechtsstreit, der die IT-Beschaffung der Gemeinden für ein paar Jahre blockierte.

Doch letztes Jahr kam Bewegung in die Sache: Die VRSG fusionierte zu Abraxas Informatik. Und der Rechtsstreit endete in einem Vergleich. Danach wurden die grössten St. Galler Gemeinden verpflichtet, ihre Informatikaufträge auszuschreiben. Kurz darauf verkündeten
die beiden Unternehmen gar eine Zusammenarbeit. Diese sei auch durch die Fusion möglich geworden.

Letztes Überbleibsel des Rechtsstreits war die Klage gegen Wittenbach, die Standortgemeinde der Abacus. Diesen Prozess gewann das Unternehmen Anfang Jahr vor Bundesgericht.

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