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Stadler-Züge fahren nach München

Der Ostschweizer Schienenfahrzeugbauer kann 22 Triebzüge für den Nahverkehr zwischen Lindau und der Landeshauptstadt Bayerns liefern. Derzeit wird die Strecke elektrifiziert. Pendler kommen künftig rascher und bequemer voran.
Thomas Griesser Kym
Visualisierung eines Stadler-Flirts, wie er für das Stuttgarter Netz gebaut wird. (Bild: PD)

Visualisierung eines Stadler-Flirts, wie er für das Stuttgarter Netz gebaut wird. (Bild: PD)

Seit März wird die Bahnstrecke Lindau–München elektrifiziert. Nach Abschluss der Bauarbeiten Ende 2020 soll sich die Reisezeit mit den EC-Zügen von Zürich via Winterthur, St.Gallen, St.Margrethen und Bregenz in die Landeshauptstadt Bayerns um fast eine Stunde auf dreieinhalb Stunden verringern.

Aber nicht nur der Fernverkehr soll schneller werden, sondern auch der Nahverkehr. Künftig sollen auf der Linie Lindau–Memmingen–München 22 vierteilige elektrische Niederflur-Triebzüge des Typs Flirt 3 eingesetzt werden. Die Züge werden beim Ostschweizer Schienenfahrzeugbauer Stadler bestellt, wie die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) bekannt gibt. Diese hat zusammen mit dem baden-württembergischen Verkehrsministerium in einem europaweiten Verfahren den Betrieb des Regionalverkehrs auf der Linie Lindau–Memmingen–München kürzlich an die deutsche Tochter der britischen Verkehrsgesellschaft Go-Ahead Group vergeben. Der Auftrag, der an Stadler zur Bestellung der Züge erteilt werden soll, dürfte laut Einschätzung von Experten ein Volumen von rund 150 Millionen Euro haben.

Ein erster Grossauftrag im Mai 2016

Go-Ahead wird die Linie, die Elektronetz Allgäu genannt wird, im Rahmen eines zwölfjährigen Vertrags von Ende 2021 bis Ende 2033 betreiben und dafür das neue Rollmaterial Stadlers verwenden. Die 160 km/h schnellen Züge werden laut Angaben Go-Aheads jeweils 217 Sitzplätze haben. Mit der Elektrifizierung und den neuen Zügen wird der Fahrplan verdichtet, die Reisezeit verkürzt und das Sitzplatzangebot ausgebaut. Derzeit wird die Linie Lindau–Memmingen–München noch von der Deutschen Bahn (DB) betrieben.

Für Go-Ahead wird das Elektronetz Allgäu das vierte Bahnnetz, das die Gesellschaft in Deutschland betreibt. Im Mai 2016 hatte Go-Ahead bei Stadler 45 Flirt für das Stuttgarter Netz bestellt, die dort ab Mitte 2019 verkehren werden. Im Mai 2017 erteilte Go-Ahead dann Stadler den Auftrag zur Wartung der Fahrzeuge während 13,5 Jahren, wofür momentan eigens eine Werkstatt gebaut wird (siehe unten).

Stadler wartet Go-Ahead-Züge

Stadler fügt seinem Servicegeschäft einen weiteren Baustein hinzu. In Essingen bei Aalen im Osten Baden-Württembergs baut Go-Ahead derzeit den neuen Wartungsstützpunkt für ihre Nahverkehrszüge. Künftig werden dort gut 60 Stadler-Schienenfahrzeuge gereinigt und Instand gehalten. Die Servicearbeiten übernimmt Stadler Pankow, die Berliner Tochtergesellschaft Stadlers.

Schon ab Ende Jahr sollen erste Arbeiten an den Fahrzeugen durchgeführt werden, bis April 2019 ist die Fertigstellung der gesamten Werkstattanlage geplant. Zur Instandhaltung der Fahrzeuge sucht Stadler Pankow Fachpersonal wie Elektriker und Mechaniker. (T.G.)

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