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Stadler will eine Fabrik in Russland bauen

Der Ostschweizer Schienenfahrzeughersteller möchte künftig in einem Werk in St.Petersburg Strassenbahnen produzieren. Voraussetzung ist eine Abnahmegarantie der russischen Metropole. Vorwärts geht es auch mit der Absicht, eine Fabrik in Georgien zu errichten.
Thomas Griesser Kym
Ein Metelitsa-Tram von Stadler auf den Strassen St.Petersburgs. (Bild: PD)

Ein Metelitsa-Tram von Stadler auf den Strassen St.Petersburgs. (Bild: PD)

Stadler und Firmenpatron Peter Spuhler strecken ihre Fühler immer weiter in die Gebiete der ehemaligen Sowjetunion aus. In der weissrussischen Hauptstadt Minsk hat Stadler bereits eine Fabrik, und in Georgien sondiert Stadler seit Monaten den Bau eines Werks (siehe weiter unten).

Und nun also Russland. Stadler führt dort Verhandlungen mit der Stadt St.Petersburg über den Bau einer Fabrik für Strassenbahnen. In den Gesprächen geht es einerseits darum, einen Bauplatz für das Werk zu finden und andererseits um die Konditionen des Geschäfts.

Stadler will sich absichern

Laut russischen Medien hat Spuhlers Unternehmen der Stadt einen Vertrag vorgeschlagen, wonach Stadler die Gesamtkosten für den Bau der Fabrik übernimmt. Im Gegenzug soll sich St.Petersburg verpflichten, über einen Zeitraum von zehn Jahren eine gewisse Anzahl der lokal produzierten Fahrzeuge zu kaufen. Damit verbunden sein dürfte die Hoffnung, dass weitere Städte, vor allem russische, Strassenbahnen bei Stadler bestellen werden.

In St.Petersburg verkehren bereits Strassenbahnen Stadlers im Testbetrieb. Es handelt sich um Metelitsa-Niederflurtrams, eine Eigenentwicklung des Schienenfahrzeugbauers, die dieser in seinem Werk in Minsk herstellt. Die Stadt St.Petersburg hat bei Stadler vor gut zwei Jahren als Erstkundin 23 dieser Breitspur-Strassenbahnen bestellt. Stadler wird über fünf Jahre auch die gesamte Wartung der Trams obliegen.

Unterwegs im Kaukasus

Diesen Monat hat Spuhler zum wiederholten Mal die Kaukasusrepublik Georgien besucht und dabei den Chef der Georgischen Staatsbahn (GR), David Peradze, und den Vizebürgermeister der Hauptstadt Tiflis, Irakli Hmaladze, getroffen. Laut der GR wurde an dem Treffen vereinbart, dass «in naher Zukunft» der Bau einer Fabrik in Georgien beginnen werde.

Aktuellen und früheren Angaben zufolge soll das geplante Stadler-Werk Rollmaterial für die GR sowie für die Metro in Tiflis liefern. Ausserdem sollen ab der Fabrik auch Auslandmärkte bedient werden.

Im Juni dieses Jahres hatten Stadler, die GR und die Stadt Tiflis eine Absichtserklärung unterzeichnet zum Bau einer regionalen Fabrik. Die GR verfügt bereits über vier Stadler-Doppelstöcker des Typs Kiss, die Tiflis mit den Badeorten am Schwarzen Meer verbinden.

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