Stadler Rail gewinnt Auftrag in Polen

BUSSNANG/WARSCHAU. Von einem «sehr wichtigen und guten Auftrag» für das Unternehmen spricht Tim Büchele, Sprecher von Stadler Rail. Gestern hat der Ostschweizer Schienenfahrzeugbauer wie erwartet (vgl.

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BUSSNANG/WARSCHAU. Von einem «sehr wichtigen und guten Auftrag» für das Unternehmen spricht Tim Büchele, Sprecher von Stadler Rail. Gestern hat der Ostschweizer Schienenfahrzeugbauer wie erwartet (vgl. Ausgabe von gestern) zusammen mit dem polnischen Konsortialpartner Newag den Auftrag zur Lieferung von 20 elektrischen Triebzügen vom Typ Flirt erhalten. Besteller ist die polnische Staatsbahn PKP Intercity, welche die Flirt im Fernverkehr einsetzen wird. Darum werden die achtteiligen Züge mit einem «hochwertigen Interieur» ausgestattet, also beispielsweise mit bequemeren Sitzen als in S-Bahnen-Wagen, und sie verfügen über einen Bistro-Wagen.

Der Auftrag für die 20 Züge ist rund 350 Mio. Fr. wert. Sie werden «weitgehend» im polnischen Stadler-Werk in Siedlce gefertigt, das 2007 eröffnet wurde und mittlerweile 700 Beschäftigte zählt. Laut Büchele baut Stadler die Drehgestelle (im Werk Winterthur), die beiden Endwagen mit den Führerständen und dem ganzen Antriebssystem sowie die Aluminium-Wagenkasten. In der Schweiz gefertigt werden neben den Drehgestellen auch die Komponenten des Antriebsstrangs. In der Vergangenheit diente hierfür häufig ABB Schweiz als Zulieferer Stadlers. Insgesamt beträgt der Schweizer Anteil an der Wertschöpfung rund 20%. Die polnische Newag ist zuständig für Innenausbau, Verkabelung, Montage und, bis Ende 2015, Inbetriebnahme der Züge. Sobald diese im Einsatz sind, ist Stadler über 15 Jahre verantwortlich für ihren technischen Unterhalt. Dieser Auftrag ist 140 Mio. Fr. wert. (T. G.)