Stadler Rail: 2000 Metro-Waggons für den Iran?

Das Thurgauer Unternehmen Stadler Rail hat einen Milliardenauftrag aus dem Iran an der Angel. Knacknuss dürfte die Finanzierung des Geschäfts werden.

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Die Auftragsbücher von Stadler Rail könnten sich schon bald um einen weiteren Grossauftrag füllen. (Bild: Archiv/Coralie Wenger)

Die Auftragsbücher von Stadler Rail könnten sich schon bald um einen weiteren Grossauftrag füllen. (Bild: Archiv/Coralie Wenger)

Der Thurgauer Bahnbauer Stadler Rail hat Mitte Mai mit dem Iran eine beidseitige Absichtserklärung über die Lieferung von 2000 Metro-Waggons im Wert von rund 2 Milliarden Dollar unterzeichnet. Das zeigen Recherchen der "Handelszeitung", wie diese in einem Communiqué schreibt. Die Fakten werden gemäss der "Handelszeitung" von Swissrail-Direktorin Michaela Stöckli und einer weiteren Quelle bestätigt.

Grundlage für weitere Gespräche
Stadler-Rail-Sprecherin Marina Winder bestätigt die unterschriebene Absichtserklärung ebenfalls: "Das Papier bildet die Grundlage für weitere Gespräche." Zum Umfang eines möglichen Auftrags äussert sich Winder gemäss der Mitteilung nicht.

Die Unterzeichnung der Absichtserklärung erfolgte Mitte Mai im Rahmen der Iran Rail Expo, bei welcher Stadler Rail als Aussteller und Sponsor dabei war. Swissrail führte eine Delegation von 17 Vertretern aus der Schweizer Bahnindustrie an.

Nächster Schritt: ein Vertrag
Die Absichtserklärung ist nicht bindend, wie es im Communiqué weiter heisst. Dem erklärten Willen beider Seiten, den Deal abzuschliessen, muss noch ein Vertrag folgen. Knacknuss dabei ist die Finanzierung des Grossauftrags: Geschäfte in Dollar bleiben im Iran verboten. Das Land steckt laut der "Handelszeitung" fast 30 Milliarden Dollar in den Ausbau seiner Bahninfrastrukur. (pd/red.)