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Stadler profitiert von Milliardeninvestition

Für 5 Milliarden englische Pfund, umgerechnet 6,3 Milliarden Franken, wird der Schienenverkehr in Wales auf Vordermann gebracht. Der Thurgauer Schienenfahrzeughersteller Stadler liefert dafür 71 Züge.
Stefan Borkert
In fünf Jahren gehören die Flirt-Züge von Stadler zum Alltagsbild in Wales. (Bild: PD)

In fünf Jahren gehören die Flirt-Züge von Stadler zum Alltagsbild in Wales. (Bild: PD)

Grossbritannien ist ein attraktiver Markt für Eisenbahnbauer. Marina Winder, Sprecherin der Stadler Rail Group, sieht dort noch weiteres Potenzial für Stadler, vor allem wegen der Modernisierung der Bahninfrastruktur. Die Diskussionen um den Brexit hat Stadler bei der Eroberung des Marktes im Vereinigten Königreich, bislang zumindest, nicht gespürt. Das zeigt auch der gewonnene Grossauftrag.

Stadler wird bis 2022 36 dreiteilige Trams des Typs Citylink und 35 Züge des Typs Flirt nach Wales liefern, wie es am Montag in einem Communiqué hiess. Damit bestätigten sich Informationen, die bereits Ende Mai und Anfang Juni in Wales kursierten («Tagblatt» vom 9. Juni). Über das Auftragsvolumen gibt Stadler keine Auskunft. Nach früheren Informationen aus Wales werden zu den 71 Stadler-Zügen noch 77 Dieselfahrzeuge der spanischen CAF (Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles) bestellt. Beide Aufträge zusammen haben ein Volumen von umgerechnet mehr als einer Milliarde Franken.

Auf den Linien von Cardiff nach Treherbert, Aberdare und Merthyr Tydil werden 36 dreiteilige Citylink-Züge eingesetzt. Das bedeutet, dass Cardiff nach 70 Jahren wieder den Trambetrieb aufnehme, schreibt Stadler. Von den übrigen 35 bestellten Zügen des Typs Flirt werden 11 dieselelektrisch betrieben (DMU) und 24 einen sogenannten trimodalen Antrieb haben, der die Möglichkeiten eines dieselelektrischen Antriebs, eines Elektroantriebs und Batteriebetriebs nutzt. Diese 11 DMU werden auf dem Netz der South-Wales-Metro zwischen Maesteg, Ebbw Vale und Cheltenham zum Einsatz kommen. Die 24 trimodalen Triebzüge werden via Cardiff das südlich gelegene Vale of Glamorgan im Dieselbetrieb mit Destinationen nördlich der walisischen Hauptstadt im Elektrobetrieb verbinden.

55 Brücken müssen nicht nachgerüstet werden

Die Verwendung von Batterien in Strassenbahnen und das Konzept eines trimodalen Antriebs seien kosteneffiziente Lösungen, die den umweltfreundlichen Betrieb auf elektrifizierten Strecken sicherstellen und andererseits eine intelligente Elektrifizierung ermöglichen. Das bedeutet, dass der Zugverkehr auch auf nichtelektrifizierten Strecken komplett im elektrischen Betrieb gewährleistet werden kann, ohne hohe Infrastrukturkosten zu verursachen. So müssen nun etwa 55 Brücken auf der Strecke nicht nachgerüstet werden.

James Price, Geschäftsführer von Transport for Wales, sagt: «Wir stehen am Anfang einer aufregenden Reise.» Und Ken Skates, Minister für Wirtschaft und Verkehr, betont: «Mit einer Investition von fünf Milliarden Pfund in den Schienenverkehr führen wir innovative Reise­lösungen ein.»

Colin Lea von Transport for Wales ergänzt, dass man mit den Stadler-Zügen einen hundertprozentigen Elektrobetrieb auf den Talstrecken nördlich von Cardiff realisieren könne. Der Strom werde aus erneuerbaren Energien erzeugt.

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