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Stadler liefert Züge nach Weissrussland

Der Ostschweizer Schienenfahrzeugbauer fertigt für die weissrussische Eisenbahn zehn elektrische Züge des Typs Flirt. Das ist ein Verkaufserfolg in einer schwierigen Marktregion, die aber viel Potenzial birgt.
Thomas Griesser Kym
Visualisierung der neuen Stadler-Züge für Weissrussland. (Bild: PD)

Visualisierung der neuen Stadler-Züge für Weissrussland. (Bild: PD)

Länder im Osten Europas und Staaten der früheren Sowjetunion sind ein Marktgebiet, in dem Stadler seit geraumer Zeit präsent ist und noch einiges Entwicklungspotenzial sieht. Zum einen spielt in dieser Region die Eisenbahn eine wichtige Rolle als Verkehrsmittel, zum zweiten ist das Rollmaterial häufig veraltet. Auf der anderen Seite erweist sich ab und an die Frage der Finanzierung als Problem. Stadler hat das am eigenen Leib erfahren etwa bei der Lieferung von Doppelstöckern an die russische Aeroexpress, die ihre Bestellung schliesslich reduzierte, oder in Aserbaidschan, wo sich Pläne zum Bau eines Werks wegen des klammen Joint-Venture-Partners zerschlagen haben.

Dennoch hält Stadler am Osten fest, expandiert dort und zieht immer wieder Aufträge an Land. Jüngster Erfolg ist ein Vertrag zur Lieferung von zehn fünfteiligen elektrischen Triebzügen des Typs Flirt an die weissrussische Eisenbahn. Diese bezeichnet die Bestellung als Teil zur Schaffung eines integrierten Verkehrssystems im Land und will die Stadler-Züge im interregionalen Personenverkehr einsetzen. Der erste Zug soll 2020 ausgeliefert werden.

Produktion wohl in Bussnang und in Minsk

Über das Auftragsvolumen schweigen sich die beiden Parteien aus. Einen Anhaltspunkt liefern frühere Bestellungen. So hat Stadler beispielsweise vor gut zehn Jahren aus Norwegen einen Auftrag über 640 Millionen Franken für 50 Flirt erhalten. Macht pro Zug einen Wert von 12,8 Millionen Franken. 2013 bestellten die Norwegen 16 weitere Züge für 180 Millionen oder 11,25 Millionen im Schnitt.

Wo die 160 km/h schnellen Züge gebaut werden, sagt Stadler ebenfalls nicht. Klar ist: Das Kompetenzzentrum der einstöckigen Flirt ist das Werk am Stadler-Hauptsitz in Bussnang, doch dürfte vom jüngsten Auftrag auch die Stadler-Fabrik in der weissrussischen Hauptstadt Minsk profitieren, die in der Vergangenheit mit Überkapazität zu kämpfen hatte. In jüngerer Zeit soll sich die Auslastung verbessert haben.

Weissrussland hat Erfahrung mit Flirt

Als Grundlage der nun bestellten Flirt dienen laut Stadler jene siebenteiligen Flirt-Intercityzüge, die seit August 2016 auf der Strecke der weissrussischen Eisenbahn zwischen Minsk und Gomel verkehren. Insgesamt betreibt die weissrussische Eisenbahn bereits eine Flotte von 18 Flirt.

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