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Stadler liefert Züge nach Wales und baut in Weissrussland aus

Zur Modernisierung des walisischen Schienenverkehrs baut Stadler 71 Fahrzeuge. Zudem investiert das Ostschweizer Unternehmen von Peter Spuhler massiv in den einst sorgenbeladenen Standort in Minsk.
Thomas Griesser Kym
Visualisierung eines Stadler-Tri-Mode-Fahrzeugs für Wales. (Bild: PD)

Visualisierung eines Stadler-Tri-Mode-Fahrzeugs für Wales. (Bild: PD)

71 Schienenfahrzeuge kann der Ostschweizer Hersteller Stadler nach Wales liefern. Die Bestellung ist Teil eines milliardenschweren Programms zur Modernisierung und zum Kapazitätsausbau des walisischen Bahnverkehrs. Laut den Angaben aus Wales liefert Stadler 35 Regionaltriebzüge des Typs Flirt sowie 36 metroähnliche Citylink-Tram-Trains. Die Tranche der Flirts teilt sich in 17 vierteilige und 7 dreiteilige Tri-Mode-Fahrzeuge, die sowohl mit Strom aus der Oberleitung, mit Batterie als auch mit Diesel betrieben werden können, sowie in 11 vierteilige dieselelektrische Fahrzeuge. Die Tram-Trains wiederum lassen sich mit Strom und mit Batterie betreiben. Die Bahngesellschaft Keolis Amey will die Stadler-Fahrzeuge Ende 2022 (dieselelektrische Flirts und Tram-Trains) respektive Ende 2023 (Tri-Mode-Flirts) in Verkehr setzen.

Die Modernisierung des walisischen Bahnverkehrs geht einher mit einem Wechsel der Betreibergesellschaft von Arriva Trains Wales zu Keolis Amey. Diese hat von Transport for Wales diese Woche die Wales-&-Borders-Franchise und die South Wales Metro zugesprochen bekommen. Die Konzession läuft ab Mitte kommenden Oktobers für 15 Jahre. Dabei soll die bestehende Flotte bis 2023 komplett ersetzt und ausgebaut werden. Neben der Übernahme von Fahrzeugen anderer Bahngesellschaften und der Auffrischung älterer Züge und Wagen werden 148 Kompositionen neu gebaut. Neben den 71 Fahrzeugen von Stadler fertigt die spanische CAF 77 Dieselfahrzeuge, die in einem neuen Werk in Wales montiert werden, das CAF momentan errichtet. Für das neue Rollmaterial sind insgesamt 800 Millionen Pfund (1,05 Milliarden Franken) budgetiert. Stadler selber kann über den Auftrag noch nichts sagen.

Ausbau in Weissrussland

Im Weiteren bestätigt Stadler aber Investitionen ins weissrussische Werk in Minsk. Dort wird die Kapazität zur Produktion von Aluminium-Wagenkasten auf 450 Stück pro Jahr verdreifacht, und zudem baut Stadler auf dem Werksgelände ein Technologiezentrum für Stromrichter. Nach der Fertigstellung des neuen Gebäudes im Jahr 2020 können jährlich bis zu 460 Stromrichter produziert werden, wie Stadler-Sprecherin Marina Winder sagt. Diese werden in Schienenfahrzeuge an allen möglichen Stadler-Standorten eingebaut.

Visualisierung einer Metelitsa-Strassenbahn in St.Petersburg. (Bild: PD)

Visualisierung einer Metelitsa-Strassenbahn in St.Petersburg. (Bild: PD)

Laut Quellen, die sich auf einen Bericht der weissrussischen Nachrichtenagentur BelTA stützen, investiert Stadler in Weissrussland umgerechnet gut 40 Millionen Franken. Firmensprecherin Winder bestätigt diese Summe. Am Standort Minsk hat Stadler bereits seit 2013 ein Montagewerk. Anfangs war das Werk zu wenig ausgelastet, aber in jüngerer Zeit geht es aufwärts. Dazu beigetragen haben unter anderem ein Auftrag der russischen Metropole St.Petersburg für 23 von Stadler entwickelte Metelitsa-Breitspur-Strassenbahnen 2016 und eine Bestellung von 10 U-Bahn-Zügen für Minsk 2017. Heute sagt Winder, «das Werk ist gut ausgelastet, und bis Ende Jahr werden wir 750 Mitarbeiter in Minsk haben». Gegenwärtig sind es laut Winder «sicher 500».

Das ist der Preis der Stadler-Lokomotiven

Am Donnerstag hat Stadler den Verkauf von zwölf dieselelektrischen Lokomotiven Euro 4001 sowie des Prototypen der Dual-Mode-Lokomotive Eurodual nach Frankreich publik gemacht. Nun ist auch der Preis bekannt. Laut auf den Schienenverkehr spezialisierten Onlineportalen kostet das Dutzend der Euro-4001-Loks 40 Millionen Euro, und für den Prototypen sind 5,5 Millionen Euro fällig.

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