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Stadler liefert Strassenbahnen nach Erfurt

Für gut 56 Millionen Euro (64 Millionen Franken) baut der Ostschweizer Schienenfahrzeughersteller 14 Kompositionen des Typs Tramlink. Sie sollen ab Ende 2020 in der ostdeutschen Grossstadt zum Einsatz kommen
Thomas Griesser Kym
Eine Stadler-Strassenbahn des Typs Tramlink, wie sie im österreichischen Gmunden verkehrt. (Bild: PD)

Eine Stadler-Strassenbahn des Typs Tramlink, wie sie im österreichischen Gmunden verkehrt. (Bild: PD)

Stadler hat eine Ausschreibung der Erfurter Verkehrsbetriebe AG (Evag) gewonnen. Diese ordern beim Unternehmen von Peter Spuhler 14 mehrfachgelenkige Niederflur-Strassenbahnen des Typs Tramlink. Der Vertrag enthält zudem eine Option für 10 weitere Kompositionen. Die bestellten Fahrzeuge sind laut den Angaben 42 Meter lang und bieten Platz für jeweils 248 Fahrgäste, davon 102 auf Sitzplätzen.

Damit sind die neuen Strassenbahnen deutlich grösser als die aktuellen Fahrzeuge, die in der Thüringer Landeshauptstadt verkehren. Diese sind jeweils 20 oder 30 Meter lang und, so Myriam Berg von der Evag-Geschäftsleitung, «bereits jetzt zu den Stosszeiten übervoll. Das können wir unseren Fahrgästen auf Dauer nicht zumuten.»

Geld aus EU-Regionalfonds und von Thüringen

In den vergangenen sieben Jahren sei die Zahl der Fahrgäste in den Bahnen und Bussen des Erfurter Nahverkehrs um 7 Prozent von 49 auf 52 Millionen gewachsen. Bis 2025 werde ein Anstieg um weitere 10 Prozent erwartet. Zudem sind die aktuellen Erfurter Strassenbahnen in die Jahre gekommen.

Hergestellt werden die neuen Strassenbahnen von den Stadler-Tochtergesellschaften Stadler Pankow aus Berlin und Stadler Valencia in Spanien. Das Projekt wird mit öffentlichen Geldern gefördert. Zum Beschaffungsvolumen von 56,2 Millionen Euro steuert der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (Efre) 15 Millionen Euro bei und der Freistaat Thüringen 11,2 Millionen.

Eine erste Bestellung aus der Schweiz

Den ersten Auftrag für Tramlink-Strassenbahnen hatte Stadler Mitte 2011 von der Rostocker Strassenbahn AG (RSAG) ebenfalls aus Ostdeutschland erhalten. Die RSAG bestellte damals 13 Fahrzeuge. Zuletzt hat dieses Jahr die Ferrovie Luganesi SA (FLP) als erste Schweizer Gesellschaft 9 Tramlink-Stadtbahnwagen bei Stadler geordert, um die Verkehrsleistung auf der Linie Lugano-Ponte Tresa zu verbessern. Diese Tram-Trains für das Tessin werden im Stadler-Werk Altenrhein hergestellt.

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