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Stadler liefert Lokomotiven nach Grossbritannien

Nach Dieselloks und Eurodual-Lokomotiven verkauft der Ostschweizer Schienenfahrzeugbauer nun auch Zugmaschinen mit drei Antrieben (Strom, Diesel, Batterie) auf die Insel.
Thomas Griesser Kym
Stadlers Eurodual-Lokomotive, die als Vorbild dient der nun georderten zehn trimodalen Lokomotiven für die britische Rail Operations. (Bild: PD)

Stadlers Eurodual-Lokomotive, die als Vorbild dient der nun georderten zehn trimodalen Lokomotiven für die britische Rail Operations. (Bild: PD)

Der Ostschweizer Schienenfahrzeugbauer Stadler kann für über 40 Millionen Pfund (50 Millionen Franken) zehn Lokomotiven an die Rail Operations (UK) Limited (ROL) liefern. Die Loks werden von der spanischen Tochtergesellschaft Stadler Valencia gefertigt. Die erste Lok soll im August 2020 in Grossbritannien eintreffen.

Bei den Loks handelt es sich um Spezialversionen im Design von Stadlers Eurodual-Lokomotive. Während die bimodale Eurodual wahlweise mit Strom oder mit Diesel betrieben wird, sind die etwas kleineren Loks für die ROL mit einem trimodalen Antriebssystem ausgerüstet. Sie laufen nicht nur mit Strom aus der Oberleitung oder mit Diesel, sondern sind obendrein auch mit einer Batterie ausgerüstet zur Unterstützung des Dieselgenerators.

Rail Operations testet Stadler-Züge für England

ROL ist eine von Firmenchef Karl Watts vor drei Jahren gegründete Gruppe, unter deren Dach sich die Rail Operations Group und drei weitere Unternehmen finden. Kerngeschäft der Rail Operations Group, die momentan eine Flotte von 13 Lokomotiven unterhält, ist die Bewegung von Rollmaterial im Auftrag von Bahngesellschaften.

Dies bei der Auslieferung neuen Rollmaterials, zu Test- und Unterhaltszwecken, nach Modifikationen und Ertüchtigungen. Beispielsweise testet die Rail Operations Group seit vergangenem November für die englische Bahngesellschaft Abellio East Anglia deren neue Flotte aus 58 Triebzügen des Typs Flirt, die Abellio im Oktober 2016 für 610 Millionen Pfund bei Stadler bestellt hatte.

Der nächste Schritt mit Lokomotiven

Mit den nun bei Stadler georderten zehn Trimode-Lokomotiven will die Rail Operations Group ihre Dienstleistungen weiter ausbauen, unter anderem mit einem Expressangebot auf der Schiene. Für Stadler ist der Auftrag ein weiterer Schritt mit Lokomotiven im britischen Markt. Anfang 2012 bestellte die Bahnfrachtgesellschaft Direct Rail Services (DRS) 15 Eurolight-Dieselloks bei dem spanischen Werk, das damals noch zum deutschen Vossloh-Konzern gehörte. Und im September 2013 bestellte die DRS bei Vossloh España zehn Eurodual-Loks, deren Design auf den zuvor georderten Dieselloks basiert.

Stadler kaufte Vossloh das spanische Werk per Anfang 2016 ab. Grossbritannien gilt für Stadler seit ein paar Jahren als ein Zukunftsmarkt. Auch aus Liverpool, Glasgow oder Wales hat Stadler schon Aufträge erhalten.

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