Stadler expandiert in Brandenburg – und schafft so 60 neue Arbeitsplätze

Ab Herbst errichtet der Ostschweizer Schienenfahrzeugbauer Stadler in der Nähe von Berlin das deutsche Kompetenzzentrum für Fertigung und Revision von Drehgestellen. Es sollen bis zu 60 Arbeitsplätze entstehen.

Thomas Griesser Kym
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Visualisierung des geplanten Stadler-Standorts in Brandenburg.

Visualisierung des geplanten Stadler-Standorts in Brandenburg.

Bild: PD

Worüber «Tagblatt online» bereits Ende Februar berichtet hat, das ist nun beschlossene Sache: Stadler baut in Schönwalde-Glien, das nordwestlich von Berlin im Bundesland Brandenburg liegt, ein neues Werk. Dieses wird Teil von Stadlers Servicesparte und zuständig sein für die Fertigung neuer Drehgestelle sowie für die deutschlandweite Revision, Reparatur und Modernisierung von Drehgestellen und Fahrwerken. 

Dazu baut Stadler ab Herbst eine bereits bestehende und derzeit ungenutzte Industriehalle mit einer Fläche von 11'900 Quadratmetern um. Im neuen Hallenkomplex entsteht zudem ein Logistikzentrum für die Lagerung und Organisation von Ersatzteilen.

Verbindung von Fertigung und Instandhaltung

Stadler ist in Deutschland an mehreren Standorten für die Instandhaltung verschiedener Flotten verantwortlich. Mit der Neuansiedlung schafft Stadler bis zu 60 neue Arbeitsplätze. «Die Entscheidung für die Ansiedlung des Kompetenzzentrums in Schönwalde-Glien ist ein klares Bekenntnis zur Region Berlin-Brandenburg», sagt Volker Keller, Leiter Stadler-Service Deutschland. In Berlin hat Stadler zudem eines seiner grössten Werke zum Bau von Schienenfahrzeugen.

Künftig könne Stadler Grossprojekte noch besser abwickeln und rüste sich mit dem neuen Werk für die steigende Nachfrage nach Service- und Instandhaltungsarbeiten. Positiv für die Wertschöpfung und die Lebensdauer der Züge sei auch die Verbindung von Fertigung und Instandhaltung.

Drehscheibe für Drehgestelle in der Schweiz ist Winterthur

In der Schweiz ist Stadlers Kompetenzzentrum für Drehgestelle in Winterthur angesiedelt, das diese Produkte für die ganze Gruppe herstellt. Zudem hat Stadler am ungarischen Standort in Szolnok im Jahr 2013 ein Kompetenzzentrum zur Revision von Drehgestellen in Betrieb genommen, dessen Kapazität seit 2018 mit Investitionen über 30 Millionen Euro verdoppelt worden ist.

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