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Stadler erstarkt in Südamerika und im Kaukasus

Schienenfahrzeuge Es ist ein Jahrhundertprojekt: Unter Federführung Boliviens ist eine Eisenbahnverbindung quer durch Südamerika geplant, vom Atlantik zum Pazifik. Die internationale Bahnindustrie wittert ein Riesengeschäft, auch Stadler. Als Türöffnerin für Schweizer Unter­nehmen hat Bundespräsidentin Doris Leuthard vergangenen Dezember den bolivianischen Präsidenten Evo Morales zu einem Arbeitsbesuch empfangen.

Nun kann Stadler die Marktpräsenz in Südamerika ausbauen: Als erster europäischer Hersteller hat Peter Spuhlers Unternehmen Lokomotiven nach Bolivien verkauft. Besteller der vorerst drei Loks ist das Bahnunternehmen Ferroviaria Andina (FCA). Gebaut werden die Fahrzeuge von Stadlers spanischer Tochter­gesellschaft Stadler Valencia. Die Loks sind speziell konzipiert für die Anforderungen in Höhen von bis zu 5000 Metern über Meer und auf der Schmalspur. Zur Ausrüstung der Loks, die besonders für den Güterverkehr angelegt sind, gehören akustisch und thermisch isolierte Fahrerkabinen. Diese Lok der neusten Generation der South American Light Loco (Sali) könnte laut Stadler «aufgrund ihres Designs und ih­rer Leistungen zur Vorzeigelokomotive der geplanten Südameri­kanischen Transkontinentalbahn werden». Diese soll über Bolivien den peruanischen Hafen von Ilo mit dem Hafen von Santos nahe São Paulo in Brasilien verbinden. Für den Güterverkehr zwischen Santos und São Paulo hat Stadler bereits sieben Zahnradloks für die Bahnfirma MRS gebaut.

Schrittweiser Aufbau in Georgien

Zudem gründet Stadler in Georgien mit einem lokalen Partner, der momentan die U-Bahn-Züge der Metro Tiflis instand hält, ein Joint Venture. Dieses wird sich in einem Werk einmieten, das der Partner in der Hauptstadt Tiflis bauen wird, und dort die Fahrzeuge der Georgischen Staatsbahn sowie der Metro Tiflis endmontieren, in Betrieb setzen und warten. Stadler selbst hat bisher vier Triebzüge des Typs Kiss nach Georgien verkauft. Später sind in dem Werk weitere Produktionsschritte denkbar und Exporte in umliegende Länder, sagt Marina Winder. Die Stadler-Sprecherin betont, man habe nun beschlossen, das Projekt umzusetzen. Involviert ist auch der Tifliser Bürgermeister, Ex-AC-Milan-Profifussballer Kachaber Kaladse. Die eigentlichen Vertragsverhandlungen beginnen aber erst. (T. G.)

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