60 Lokomotiven für Finnland: Stadler erhält neuen Millionen-Auftrag 

Der Eisenbahnhersteller Stadler Rail hat von der finnischen VR Group einen Auftrag zur Lieferung von 60 neuen dieselelektrischen Lokomotiven erhalten. Der Vertragswert beläuft sich auf insgesamt 200 Millionen Euro. Zudem besteht eine Option zur Lieferung von bis zu 100 weiteren Lokomotiven.

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Die neuen State-of-the-Art-Lokomotiven können als Rangierlokomotiven sowie zum Transport von Güter- und Personenzügen in Einzel- oder Mehrfachtraktion eingesetzt werden. (Bild: Stadler)

Die neuen State-of-the-Art-Lokomotiven können als Rangierlokomotiven sowie zum Transport von Güter- und Personenzügen in Einzel- oder Mehrfachtraktion eingesetzt werden. (Bild: Stadler)

(sda/lex) Der Vertrag enthalte ausserdem eine Option für die Instandhaltung, schrieb Stadler Rail in einer Mitteilung vom Donnerstag. Die ersten fünf Lokomotiven sollen im Jahr 2022 in Betrieb genommen werden. Die übrigen Lokomotiven würden schrittweise bis Ende 2025 ausgeliefert.

VR will damit die Betriebseffizienz auf Rangierbahnhöfen, in Frachtterminals und auf nicht elektrifizierten Strecken optimieren. Diese machen 45 Prozent des finnischen Bahnnetzes aus. Die Lokomotiven würden so ausgelegt und gebaut, dass sie fit für den Betrieb in Schnee und Eis bei Temperaturen von bis zu -40 °C seien.

«Für Stadler ist der Auftrag ein wichtiger Meilenstein»

Iñigo Parra, CEO von Stadler Valencia sagt:

«Wir sind stolz, dass uns die VR Group als Hersteller der neuen Mehrzweckdiesellokomotiven für Finnland ausgewählt hat. Für Stadler ist dieser Auftrag ein wichtiger Meilenstein, stärkt er doch unsere Position im Rangiersegment.»

Diese Marktnische biete in den nächsten Jahren in Europa Wachstumspotenzial. Die vielseitig einsetzbare Lokomotive werden laut Parra primär für den Bahnhofsbetrieb und zum effizienten und verlässlichen Transport von Frachtzügen auf den Hauptstrecken unter extremen Temperatur- und Witterungsbedingungen ausgelegt.