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Stadler erhält Aufträge aus Deutschland und ist in England im Rennen

Der Ostschweizer Schienenfahrzeughersteller kann neue Züge für die Strecke Lindau-München bauen und ältere Fahrzeuge rundum auf Vordermann bringen. In England kämpft Stadler um einen Auftrag für Metro-Züge.
Thomas Griesser Kym
Visualisierung eines neuen Stadler-Flirts für Go-Ahead. (Bild: PD)

Visualisierung eines neuen Stadler-Flirts für Go-Ahead. (Bild: PD)

Auf der weltgrössten Bahnmesse Innotrans in Berlin hat das Bahnunternehmen Go-Ahead dem Ostschweizer Schienenfahrzeugbauer Stadler den Auftrag erteilt zur Lieferung von 22 elektrischen Triebzügen des Typs Flirt. Die Bestellung hat ein Volumen in Höhe «eines niedrigen dreistelligen Millionenbetrags». Über die Absicht, den Auftrag an Stadler zu vergeben, hatte unsere Zeitung bereits vergangenen Monat berichtet. Die Zü­ge kommen ab Ende 2021 auf dem Elektronetz Allgäu auf der Linie Lindau–Memmingen–München zum Einsatz, die bis dann elektrifiziert sein soll. Go-Ahead wird dann auf vier Netzen in Deutschland über eine Flotte von 88 Stadler-Flirts verfügen.

Züge werden auf den neusten Stand gebracht

Wie ebenfalls bekannt wurde, wird Stadler jene Flirt-Züge, die das Bahnunternehmen Abellio Rail NRW auf dem Ruhr-Sieg-Netz einsetzt, rundum erneuern. Abellio hatte im Jahr 2005 bei Stadler 17 Flirts bestellt und setzt diese seit Ende 2007 im Ruhrgebiet ein. Mittlerweile hat Abellio die Konzession für den Betrieb des Ruhr-Sieg Netzes erneut gewonnen; die neue Vertragsperiode läuft von Ende 2019 bis Ende 2034. Abellio will die Stadler-Flirts weiterhin verwenden, doch müssen diese modernisiert werden. Noch dieses Jahr will Stadler mit der Arbeit beginnen: Aufarbeitung der Sitze, Nachrüstung mit WLAN, Umstellung der Innenraumbeleuchtung auf LED sowie Einbau eines dynamischen Fahrgastinformations- und eines automatischen Fahrgastzählsystems.

Am neu gebauten Servicestandort Herne wird Stadler zudem künftig jene 41 neuen elektrischen Triebzüge des Typs Flirt 3XL warten, mit denen Abellio ab Ende 2019 das Netz B der S-Bahn Rhein-Ruhr bedient.

Stadler kämpft gegen illustre Konkurrenz

Visualisierung eines Metro-Fahrzeugs für England. (Bild: PD)

Visualisierung eines Metro-Fahrzeugs für England. (Bild: PD)

Ferner buhlt Stadler um einen Auftrag des Metro-Netzwerks Tyne & Wear, das im Nordosten Englands im Gebiet der Industriestädte Newcastle und Sunderland operiert. Die Verkehrsbehörde Nexus hat mit fünf Bietern Detailgespräche begonnen mit der Absicht, bis Ende 2019 einem bevorzugten Lieferanten erkoren zu haben. Im Rennen sind neben Stadler die kanadische Bombardier, die spanische CAF, die japanische Hitachi und das australisch-chinesische Joint Venture Downer EDI Rail, bei dem Chinas Staatskoloss CRRC dabei ist. Die Züge sollen zwischen 2022 und 2024 ausgeliefert werden und die alte Tyne-&-Wear-Flotte aus 84 zweiteiligen Zügen ersetzen.

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