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Stadler baut sein Servicegeschäft kräftig aus

Im Ruhrgebiet errichtet der Ostschweizer Schienenfahrzeugbauer ein neues Servicewerk, und in die Niederlanden kommt Peter Spuhlers Unternehmen zu zusätzlicher Arbeit in Wartung und Instandhaltung.
Thomas Griesser Kym
Visualisierung eines Stadler-Flirt für die S-Bahn Rhein-Ruhr. (Bild: PD)

Visualisierung eines Stadler-Flirt für die S-Bahn Rhein-Ruhr. (Bild: PD)

In Kürze beginnt der Schienenfahrzeughersteller Stadler mit dem Bau eines Servicestandorts in Herne im Ruhrgebiet. Schon jetzt sucht das Un­ternehmen rund 40 Fachkräfte für die Wartung und das Waschen der 41 elektrischen Triebzüge des Typs Flirt 3XL. Diese Züge hat die S-Bahn Rhein-Ruhr im Oktober 2016 bei Stadler für einen «mittleren dreistelligen Millionenbetrag» bestellt. Gefertigt werden sie von der Stadler Pankow GmbH, der Berliner Tochtergesellschaft des Ostschweizer Unternehmens. In das Servicewerk in Herne, in dem auch kleinere Reparaturen an den Zügen vorgenommen werden können, investiert Stadler rund 25 Millionen Euro.

Der Wartungsvertrag läuft über den gesamten Lebenszyklus der Züge von mindestens 30 Jahren. Wie auf Anfrage Stadler-Sprecherin Marina Winder sagt, liegt die Fertigung der Züge im Plan, und diese sollen fristgerecht ausgeliefert werden. Vorgesehen ist, dass sie ab Ende 2019 auf jenen Linien der S-Bahn Rhein-Ruhr eingesetzt werden, die von der Bahngesellschaft Abellio betrieben werden. Das Servicewerk wird auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Blumenthal errichtet. Es misst 35000 Quadratmeter und hat einen Gleisanschluss.

Stadler mit erweitertem Servicevertrag in Holland

Ausserdem hat Stadler mit dem Bahnbetreiber Arriva Nederland einen 15-jährigen Vertrag für Service und Instandhaltung jener 69 Züge abgeschlossen, mit de­nen Arriva ab Ende 2020 auf Regionallinien in Friesland und Groningen verkehrt. Die Konzession dafür läuft bis 2035. Bei den 69 Fahrzeugen handelt es sich einerseits um 51 dieselbetriebene Gelenktriebwagen (GTW) von Stadler, die Arriva bereits seit geraumer Zeit im Einsatz hat und die 2020 von Stadler umfassend modernisiert und auf Batterie­betrieb umgerüstet werden.

Visualisierung des Wink, ein niederfluriger einstöckiger Regionalzug aus dem Hause Stadler. (Bild: PD)

Visualisierung des Wink, ein niederfluriger einstöckiger Regionalzug aus dem Hause Stadler. (Bild: PD)

Die anderen Fahrzeuge sind 18 Triebzüge des Typs Wink, die Arriva vergangenen November für 170 Millionen Euro bei Stadler bestellt hat. Diese bi-modalen Wink laufen mit Biodiesel und mit Batteriestrom. Beim Biodiesel handelt es sich um hydriertes Pflanzenöl (HVO), das aus Pflanzenöl und Fettabfällen gewonnen wird. Ab 2025 wird ein Teil der Strecke Groningen-Leeuwarden elektrifiziert sein. Biodiesel ist dann nicht mehr nötig, und auf den Abschnitten ohne Oberleitung fahren die Wink-Züge dann nur noch mit Batteriestrom. Der neue Service- und Instandhaltungsvertrag schliesst an einen ähnlichen Vertrag an, der seit 2006 für die 51 GTW in Kraft ist. Um künftig auch die Wink-Züge – Arriva war der erste Besteller dieser Stadler-Neuentwicklung – professionell warten zu können, wird laut Stadler das Servicedepot in Leeuwarden vergrössern und um ein drittes Gleis erweitern. Es sei zu erwarten, dass auch zusätzliche Jobs für Mechaniker entstünden.

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