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Allen Abkühlungserscheinungen zum Trotz: Ostschweizer Wirtschaft startet stabil ins neue Jahr

Trotz abflauender Wirtschaftsdynamik sind die Ostschweizer Exporte auf Rekordhöhe gestiegen. Im Januar hat sich der regionale Konjunkturindex zu stabilisieren begonnen.
Roberta Maria Koch
Die Ostschweizer Industrie zeigt sich widerstandsfähig (Bild: Urs Bucher (Uzwil, 7. Februar 2019))

Die Ostschweizer Industrie zeigt sich widerstandsfähig (Bild: Urs Bucher (Uzwil, 7. Februar 2019))

Die Weltwirtschaft verliert an Dynamik. Dies bestätigt auch der jüngste Bericht des Ökonomen Peter Eisenhut zur Entwicklung der Ostschweizer Konjunktur. Der Brexit, die Gelbwesten in Frankreich und die Haushaltsprobleme Italiens bremsen die Investitionsbereitschaft der Un­ternehmen im Euroraum. Doch auch die US-Konjunktur ist geschwächt. Insbesondere der nationale Haushaltsstreit und der Handelskonflikt mit China trüben die Stimmung. «Die Auswirkungen dieser wirtschaftlichen Abkühlung spüren wir direkt bei unseren Exporten», sagt Eisenhut zur Geschäftslage der Ostschweiz.

Das Exportwachstum hat im vierten Quartal 2018 nachgelassen. Mit einer Zunahme von 3,1 Prozent liegt die Region St. Gallen-Appenzell deutlich unter dem schweizerischen Durchschnitt von 5,7 Prozent. Das Exportvolumen jedoch ist auf einen Rekordwert gestiegen. Grund dafür waren die Ausfuhren in die Eurozone. Die Exporte nach Asien und Amerika gingen hingegen zurück.

Präzisionsinstrumente als Exportschlager

Insgesamt zeigt sich die Industrie laut Eisenhut von ihrer widerstandsfähigen Seite. Zwischen den einzelnen Branchen bestehen jedoch grosse Unterschiede. Als Exportschlager stachen insbesondere Präzisionsinstrumente heraus. Aber auch Kunststoffe, Textilien und die Chemiebranche konnten zulegen. Die Maschinenindustrie musste hingegen einen Rückgang von rund 8 Prozent im vergangenen Quartal verbuchen. Des Weiteren haben die Elektrotechnik sowie die Druck- und Verlagsindustrie zu kämpfen.

Das Ostschweizer Konjunkturklima zeigt eine stabile Entwicklung zum Jahresbeginn. Die Industrie hält sich konstant. Doch auch die Bauwirtschaft wird sich dem Trend des konjunkturellen Abschwungs nicht entziehen können. Obwohl im Hochbau aufgrund tief bleibender Zinsen kein massiver Rückgang absehbar ist, sorgt man sich um den Wohnungsbau. Laut Eisenhut verdirbt insbesondere die relativ hohe Zahl leer stehender Wohnungen die Stimmung.

Prognose hat sich bewahrheitet

Der Detailhandel konnte seine Umsätze Ende 2018 sogar leicht erhöhen. Der Verkauf von Nahrungsmitteln vermochte den Rückgang bei Non-Food zu kompensieren. In den kommenden Monaten können Detailhändler mit weiteren Verbesserungen des Geschäftsgangs rechnen.

Insgesamt hat sich der von Eisenhuts St. Galler Beratungsfirma Ecopol erstellte Konjunkturindex für die Ostschweiz im vierten Quartal 2018 verschlechtert. Somit hat sich Eisenhuts Prognose aus dem letzten Konjunktur­bericht bewahrheitet. Der Index berücksichtigt sowohl gegenwarts- wie auch zukunftsbezogene Daten aus Industrie, Bau und Detailhandel. Der Januar 2019 konnte laut der Auswertung von Ecopol einen weiteren Rückgang des Konjunkturindex jedoch verhindern. Da sich die Lage wieder etwas beruhigt hat, geht Ökonom Eisenhut davon aus, dass auch die kommenden Monate von Konstanz geprägt sein werden. Die regionale Wirtschaft soll also auf ihrem Stabilitätskurs bleiben.

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