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Elektroaoutos: Spritsparer geben Gas

Rekord bei Personenwagen mit alternativen Antrieben. Auf Schweizer Strassen sind seit vergangenem Jahr 23 Prozent mehr Autos mit umweltfreundlicheren Motorenvarianten unterwegs. Allerdings liegt der Marktanteil noch weit unter 10 Prozent.
Stefan Borkert
Der Schadstoffausstoss auf Schweizer Strassen soll unter anderem mit mehr Elektroautos massiv gesenkt werden. (Bild: Getty)

Der Schadstoffausstoss auf Schweizer Strassen soll unter anderem mit mehr Elektroautos massiv gesenkt werden. (Bild: Getty)

Auto-Schweiz hat den Dreckschleudern auf Schweizer Strassen mit dem Projekt «10/20» den Kampf angesagt. Bis 2020 soll jedes zehnte Auto entweder ein Elektroauto oder ein Hybridfahrzeug sein. Ein Blick auf die Zulassungszahlen 2018 zeigt, dass Personenwagen mit alternativen Antrieben letztes Jahr so richtig Gas gegeben haben. Aufbrüllende Verbrennungsmotoren haben schlechtere Karten.

Die Fahrzeuge mit umweltfreundlicheren Motoren schlagen mit 21591 Zulassungen zu Buche, so die Auskunft des Bundesamts für Energie (BFE). «Im Vergleich zum Vorjahr ist ihre Zahl um rund 23 Prozent markant gestiegen», erklärt Christoph Wolnik, Mediensprecher von Auto-Schweiz, der Vereinigung Schweizer Automobil-Generalimporteure.

Der Anteil von Elektro-, Hybrid-, Erdgas- und Wasserstofffahrzeugen am Gesamtmarkt betrug demnach 7,2 Prozent. Fast die Hälfte der Alternativ-Immatrikulationen entfiel auf Elek­troautos und Plug-in-Hybride (Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, die zusätzlich einen Elektromotor mit Batterie haben, die man an der Steckdose aufladen kann). Ihr Marktanteil lag 2018 bei 3,2 Prozent.

Gesamtmarkt ist rückläufig

Obwohl der Gesamtmarkt im zurückliegenden Jahr 2018 um 4,6 Prozent zurückgegangen ist, konnten sämtliche Formen der Alternativantriebe zulegen. Die Gründe hierfür seien vielfältig, sagt Wolnik. So sei die Auswahl an Fahrzeugmodellen mit den entsprechenden Motorisierungen nun spürbar gewachsen und werde dies sicher auch weiterhin tun. «Herr und Frau Schweizer interessieren sich zunehmend für diese Thematik und greifen bei entsprechenden Fahrzeugen häufiger zu.» Das zeigt auch der sogenannte «Mobilitätsmonitor 2018», eine repräsentative Studie von Auto-Schweiz und dem ­Forschungsinstitut «gfs.bern». 72 Prozent der stimmberechtigten Schweizerinnen und Schweizer können sich vorstellen, beim nächsten Autokauf ein entsprechendes Modell zu erwerben, so ein Ergebnis der Studie. Wolnik kommentiert: «Alternative Antriebe haben die Nische definitiv verlassen.»

Für die Erreichung der am­bitionierten Ziele der Schweiz bei der CO2-Absenkung im Bereich Verkehr sei das auch nötig. ­Bereits im kommenden Jahr sinkt der durchschnittliche Zielwert für Personenwagen auf 95 Gramm CO2 pro Kilometer. Heute liegt er immerhin noch bei 130 Gramm. «Ohne einen weiterhin stark steigenden Anteil alternativer Antriebe am Gesamtmarkt ist die angestrebte Absenkung nicht zu realisieren», sagt der Auto-Schweiz-Sprecher. Nur mit emissionsärmeren und oder -freien Fahrzeugen bestehe die Chance, die Absenkungsziele im Strassenverkehr zu erreichen.

Mit der Roadmap Elektro­mobilität, die Auto-Schweiz mit zahlreichen Partnern von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden sowie Unternehmen und Verbänden aus unterschiedlichen Branchen unterschrieben habe, könnten die Grundvoraussetzungen für den sauberen Strassenverkehr der Zukunft geschaffen werden. Angesichts der Entwicklung bei alternativen Antrieben äussert sich Auto-Schweiz-Präsident François Launaz optimistisch: «Wir sehen eine positive Entwicklung auf zahlreichen Ebenen. Die Fahrzeughersteller überschlagen sich mit Model­lankündigungen mit alternati-ven Antrieben.» Er fährt fort: «Gleichzeitig werden Verbrennungsmotoren immer öfter mit einem Elektromotor kombiniert und so zu einem hybriden Antriebssystem entwickelt.»

Staus vermeiden durch bessere Infrastruktur

Dabei trügen alle Bestrebungen in diese Richtung zur CO2-Absenkung bei, sagt François Launaz. «Der Autoverkehr der Zukunft wird sicher, sauber und leise sein.» Er ergänzt schliesslich noch: «Wenn wir nun noch mit Investitionen in die Strassen­infrastruktur die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen, können wir die Effizienz erheblich steigern und so unserer Volkswirtschaft jährlich zwei Milliarden Franken Schaden durch Stau ersparen.»

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