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SPIELWAREN: Strukturwandel setzt auch Toys ‘R’ Us zu

Der weltweit tätige Spielwarenhändler Toys ‘R’ Us muss restrukturiert werden. Die Schweizer Filialen der Ladenkette sind von den Umwälzungen nicht direkt betroffen.

Geoffrey, die Giraffe, sieht einer ungewissen Zukunft entgegen. Denn am Montag gab der Spielwaren- und Babyartikel-Händler Toys ‘R’ Us – für den Geoffrey seit den Fünfzigerjahren Werbung betreibt – in Amerika und Kanada seine Zahlungsunfähigkeit bekannt. «Freiwillig» habe der Konzern, der weltweit gegen 1600 Filialen besitzt und gegen 64000 Menschen beschäftigt, vor Konkursgerichten in Richmond (Virginia) und Toronto (Ontario) Gesuche um Nachlassstundung («Chapter 11» genannt) eingereicht, hiess es in einer Medienmitteilung.

Von diesem Verfahren betroffen sei allerdings nur das Geschäft in Amerika und Kanada; die europäischen Landesgesellschaften stünden den Kunden «wie gewohnt» zur Verfügung. Auch die zehn Toys ‘R’ Us-Filialen in der Schweiz werden weiterbetrieben. Auf dem amerikanischen Heimatmarkt allerdings steht eine Flächenbereinigung an. Toys ‘R’ Us betont zwar, dass «die überwältigende Mehrheit» der Filialen profitabel sei.

Der Konzern, dessen Hauptsitz sich in Wayne (New Jersey) befindet, muss sich aber mit einer Umschuldung Luft verschaffen und die liquiden Mittel erhöhen. Denn seitdem Toys ‘R’ Us im Jahr 2005 durch die Beteiligungskapitalfirmen KKR, Bain Capital und Vornado Reality Trust übernommen und in der Folge dekotiert wurde, ist das Unternehmen mit mehr als 5 Milliarden Dollar verschuldet. Auch leidet Toys ‘R’ Us unter dem Strukturwandel im amerikanischen Detailhandel, der durch das Internet-Warenhaus Amazon.com und den Handelsgiganten Wal-Mart vorangetrieben wird. Weil Toys ‘R’ Us im höchst lukrativen Geschäft um die amerikanischen Festtage gegen 40 Prozent der jährlichen Einnahmen umsetzt, kommt das Restrukturierungsverfahren zu einem höchst ungünstigen Zeitpunkt. «Das Timing hätte schlechter nicht sein können», wird Konzernchef David Brandon in den Gerichtsunterlagen zitiert. Gerüchte über eine anstehende Zahlungsunfähigkeit seines Unternehmens hätten ihm aber keine Wahl gelassen. (rrw)

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