SPATENSTICH: Stadler schlägt Wurzeln in Salt Lake City

Bisher in einer Halle eingemietet, baut Stadler in den USA nun ein eigenes Werk für 50 Millionen Dollar. Der Thurgauer Schienenfahrzeughersteller kommt im amerikanischen Markt gut voran.

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Die Basis für das neue Stadler-Werk in Utah ist gelegt. (Bild: PD)

Die Basis für das neue Stadler-Werk in Utah ist gelegt. (Bild: PD)

Auch die Behörden des US-Bundesstaates Utah stufen Stadlers Expansion als bedeutsam ein. Neben Firmenchef Peter Spuhler und Martin Ritter, Leiter Stadler USA, waren beim Spatenstich fürs neue Werk in Salt Lake City diverse Gäste aus Politik und Wirtschaft anwesend. Dazu zählten Senator Orrin Hatch, Salt Lake Citys Bürgermeisterin Jackie Biskupski und der Gouverneur von Utah, Gary Herbert. Stadler mit Hauptsitz in Bussnang erinnerte in der Mitteilung nochmals an die vorangegangene Entwicklung. 2015 hatte Stadler von der Fort Worth Transportation Authority den Auftrag für acht Flirt-Züge erhalten. Da bei diesem Auftrag Bundesgelder flossen, musste Stadler erstmals unter den Buy-America-Regeln für den Zugbau einen Standort in den USA suchen. Die Infrastruktur zur Miete im früheren Werk von Union Pacific in Salt Lake City passte. Der Grossauftrag für 16 Doppelstockzüge für Caltrain, den Stadler im August 2016 erhielt, erfordert nun mehr Produktionsfläche. Die Wahl, mit einem Neubau in Utah zu bleiben, basiere auf den ausgezeichneten Rahmenbedingungen. Zudem zähle man inzwischen bereits auf 115 motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiter.

Der allererste US-Auftrag für Stadler liegt freilich weiter zurück. Er stammt von 2002. Geliefert wurden 20 Gelenktriebwagen für den Raum New Jersey.

Thorsten Fischer