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Spar-Deal: «Wir verstehen das Geschäftsmodell»

ST. GALLEN/DURBAN. Per vergangenen Freitag, 1. April, hat die südafrikanische Spar Group wie geplant 60% der Spar Holding AG, St. Gallen, übernommen. Der Kaufpreis von 44,5 Mio. Fr. floss an die bisherigen Alleininhaber der Schweizer Spar-Gruppe, die Leuthold & Co.
Einkaufswagen von Spar. (Bild: pd)

Einkaufswagen von Spar. (Bild: pd)

ST. GALLEN/DURBAN. Per vergangenen Freitag, 1. April, hat die südafrikanische Spar Group wie geplant 60% der Spar Holding AG, St. Gallen, übernommen. Der Kaufpreis von 44,5 Mio. Fr. floss an die bisherigen Alleininhaber der Schweizer Spar-Gruppe, die Leuthold & Co. AG von Spar-Schweiz-Chef Stefan Leuthold und die Aspiag, in der Spar Österreich ihre Auslandbeteiligung bündelt. Zudem liessen sich diese beiden Aktionäre vor dem Verkauf noch eine Sonderdividende von 40 Mio. Fr. auszahlen. Laut letzten verfügbaren Informationen hielt die Leuthold & Co. AG 66,99% und die Aspiag 33,01% an der Spar Holding, deren Firmen im Lebensmittelhandel aktiv sind.

Aktienkapital erhöht

Wie aus Veröffentlichungen der börsenkotierten Spar Südafrika weiter hervorgeht, hat diese kurz vor der Transaktion mit dem Plazet ihrer Aktionäre ihr Aktienkapital um 6,86% erhöht. Aus der mehrfach überzeichneten Emission von 11,9 Mio. neuen Aktien der Spar Group flossen dieser 2,2 Mrd. Rand (393 Mio. Fr. zu). Die Mittel dienen laut Spar Südafrika zur Finanzierung der Übernahme der Schweizer Spar-Gruppe sowie zur Reduzierung des Verschuldungsgrades. Dieser war nach dem Erwerb von 80% der TIL JV Ltd. für 55 Mio. € im August 2014 angestiegen. TIL JV ist die Muttergesellschaft der BWG Group, der die Spar-Lizenz in Irland und Südwestengland gehört.

Die übrigen 40% der Spar Holding bleiben vorerst bei der Leuthold & Co. AG und der Aspiag. Ihnen räumt eine Option das Recht ein, nach fünf Jahren auch diese Anteile an die Spar Group zu verkaufen, und die Südafrikaner haben das Recht, die Anteile zu kaufen. Für diese 40% ist ein Preis von 56,3 Mio. Fr. vereinbart.

Kenner des Geschäftsmodells

Über die Beweggründe zum Erwerb der Schweizer Spar-Gruppe schreibt Spar-Group-Chef Graham O'Connor, Spar Südafrika könne so den Einnahmenfluss geographisch und währungsmässig breiter diversifizieren. Zudem nähmen Grössenvorteile zu, man könne Synergien aus dem Austausch von Know-how, Technologien, Produkten usw. ausschöpfen, und «wir verstehen das Geschäftsmodell». Spar Südafrika ist in ihrem Kerngebiet neben dem Heimmarkt auch tätig in den Nachbarländern Botswana, Lesotho, Moçambique, Namibia, Simbabwe und Swasiland.

Spar Schweiz hat gut 2800 Mitarbeitende. Zur Gruppe gehören die Spar-Supermärkte, die TopCC-Abholmärkte und die Belieferung Dritter. (T. G.)

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