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Sorgenfrei in den Ferien surfen: Die Roamingfalle hat ihren Schrecken verloren

Die Zeiten vierstelliger Mobilfunkrechnungen nach Auslandreisen sind vorbei. Alle grossen Schweizer Telekomfirmen haben Warnsysteme und Sperren eingeführt.
Thomas Griesser Kym
In den Ferien im Internet surfen ohne horrende finanzielle Folgen: Die einst gefürchtete Roamingfalle ist keine mehr. (Bild: fotolia/Maxim Malevich)

In den Ferien im Internet surfen ohne horrende finanzielle Folgen: Die einst gefürchtete Roamingfalle ist keine mehr. (Bild: fotolia/Maxim Malevich)

Lange Zeit schwebte über den Ferien das Damoklesschwert der Roaming-Gebühren. Horrende Telefonrechnungen nach der Heimkehr gehörten zum Schreckensszenario vieler Schweizer, wenn sie im Ausland mit dem Handy im Internet gesurft hatten.

Tempi passati: Wie eine Analyse des Vergleichsdiensts Comparis bei Quickline, Salt, Sunrise, Swisscom, UPC und Wingo zeigt, haben mittlerweile alle grossen Telekomanbieter Sicherungen im Dienste ihrer Kunden eingebaut, die in der Regel vor bösen finanziellen Überraschungen schützen. So wird die Handy-Datennutzung im Ausland heutzutage begleitet von einer Reihe von Warn-SMS des eigenen Anbieters. Swisscom etwa schickt für Abos und Prepaid automatisch in 50-Franken-Schritten SMS-Benachrichtigungen. Bei Inklusive-Datenguthaben erhalten die Kunden eine SMS, sobald ihr Guthaben auf 100 MB geschmolzen respektive aufgebraucht ist. Bei zugekauften Datenpaketen werden SMS beim Erreichen gewisser Verbrauchswerte geschickt. Salt-Kunden ohne inkludierte Roaming-Einheiten und Kunden von «Das Abo» der Post erhalten für Datennutzung im Roaming Warn-SMS bei 150, 300 und 450 Franken. Bei inkludierten Datenpaketen wird bei 90 und bei 100 Prozent des Verbrauchs per SMS gewarnt. Bei Sunrise erhalten die Nutzer von Travel-Data-Optionen jeweils eine SMS, wenn das Datenpaket halb respektive ganz aufgebraucht ist. Mehrere Warnungen erhalten auch Quickline-Kunden beim Erreichen gewisser Verbrauchswerte des inkludierten Roamings oder zugekauften Datenpaktes. Wingo und UPC schicken jeweils eine SMS nach Verbrauch des Datenpakets.

Individuelle Anpassung ist empfehlenswert

Ein unkontrolliertes Weiter­surfen nach dem Verbrauch des inkludierten oder zugekauften Datenguthabens ist unter den verglichenen Anbietern einzig bei Quickline möglich. Hier wird das zusätzliche Roaming-Datenvolumen zum Standardtarif verrechnet. Die übrigen Anbieter sperren den weiteren Datenverbrauch jeweils automatisch bei unterschiedlichen Schwellenwerten. Bei allen Anbietern können die Kunden die Schwelle der au­tomatischen Sperrung im Online-Cockpit individuell anpassen. «Es empfiehlt sich, die Warn- und Sperr-Limite des Mobilfunkkontos individuell an die persönlichen Bedürfnisse anzupassen», sagt Jean-Claude Frick, Digitalexperte von Comparis. Wingo deaktiviert die Roamingfunktion automatisch, sobald das Guthaben aufgebraucht ist. Bei Coop Mobile Swiss Flat und Prepay ­sowie «Das Prepay» der Post ist ­ei­ne Datennutzung nur durch Zukauf von Datenpaketen möglich.

Auch beim Sprechverkehr haben mehrere Anbieter Sicherungen eingebaut, mit Warn-SMS respektive automatischer Sperrung beim Erreichen gewisser Frankenbeträge. Einzig Quickline und Wingo kennen weder eine automatische Kostengrenze noch eine Benachrichtigung über den Abrechnungsstatus beim Sprech-Roaming. Bei Quickline können die Kunden aber individuell eine Kostengrenze im Kundenportal setzen und erhalten bei Überschreitung eine Warn-SMS.

Die grösste Roamingfalle lauert laut Frick heutzutage in der automatischen Verlängerung von Paketlösungen. «Wer ein Roa­ming-Paket kauft, sollte deshalb unbedingt das Kleingedruckte studieren und eine automatische Verlängerung deaktivieren.»

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