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Sorge um Handelskrieg belastet die Märkte

Börsenspiegel
Santosh Brivio

Die US-Handelskriegsrhetorik und entsprechende internationale Reaktionen beherrschen das Marktgeschehen. Der Entscheid, mit Importzöllen die eigene Wirtschaft zu bevorzugen, hat die Risiken für die Weltwirtschaft erhöht. Dies zu einem Zeitpunkt, in dem Zinserhöhungssorgen die Finanzmärkte bereits in erhöhter Alarmbereitschaft halten.

Nicht nur die USA drohen mit Importzöllen auf Aluminium und Stahl, auch Europa hat Gegenmassnahmen angekündigt und China würde sich ebenfalls zur Wehr setzen. Auch für Schweizer Exporte ist die USA ein bedeutendes Abnehmerland, wenn auch nicht für die von der Importsteuer bedrohten Produkte. Die USA ist mit 15 Prozent der Schweizer Warenexporte die Nummer 2 für den Schweizer Aussenhandel, relativ knapp hinter Deutschland.

Hilfreich war ein schwächerer Franken

Ein intakter globaler Konjunkturverlauf ist für die exportlastige Schweizer Volkswirtschaft entscheidend. Hilfreich war in den vergangenen Tagen, dass sich der Schweizer Franken, nach den Finanzmarktturbulenzen im Februar, wieder etwas abschwächte. Sollte die US-Notenbank die Zinserhöhungen gemäss Fahrplan umsetzen, dürften Dollar-Franken- Wechselkurse von 0,92, wie im Februar zu sehen, bis auf weiteres der Vergangenheit angehören.

Auch für das Währungspaar Euro-Franken bleibt die Notenbankpolitik im Fokus. In der ausgehenden Woche hat die EZB einen weiteren Schritt beim Herantasten an den Ausstieg aus der Geldflut getätigt. So beliessen die Währungshüter die Zinsen zwar wie erwartet unverändert. Jedoch verzichteten sie auf die üblicherweise mit dem Zinsentscheid festgehaltene Formulierung einer möglichen Ausweitung des Anleihekaufprogramms im Falle sich verschlechternder Rahmenbedingungen. Ein Indiz dafür, dass die EZB die Märkte vorsichtig auf eine geldpolitische Straffung vorbereitet.

Inflationslage bleibt in der Schweiz entspannt

Die SNB schreitet in der kommenden Woche zur quartalsweisen Lagebeurteilung und zum Zinsentscheid. Das aktuelle Ziel für den Drei-Monatslibor ist bei unveränderten EZB-Zinsen kein Thema. Auch die SNB dürfte auf die gestiegenen Risiken im Falle von protektionistischen Massnahmen hinweisen. Inflationsseitig bleibt die Situation für Währungshüter in der Schweiz mehr als entspannt. Die Konsumentenpreise sind auch im Februar nur 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen.

Bei einem relativ dünnen Datenkalender verharrt der Fokus auf der abnehmenden Zahl an Unternehmen, die noch über den Geschäftsgang 2017 zu berichten haben – wobei die bislang sehr erfreulichen Zahlen aus der Schweizer Industrie weiter zuversichtlich stimmen.

Santosh Brivio

Leiter Advisory Services

Investment Office Raiffeisen

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