«So ein Angebot gehört heute dazu»

Nachgefragt

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Ferdinand Hirsig, die Pilotphase des Volg-Heimlieferservices war «auf tiefem Niveau erfolgreich». Was heisst das konkret?

Es bedeutet, dass die Logistik in Kooperation mit der Post funktioniert. Vom Umsatz her war es vernachlässigbar. Aber so ein Angebot gehört heute einfach dazu.

Sind folglich die Erwartungen gering, wenn in einem Monat der Onlineladen Volg­shop.ch zur Belieferung weiter Teile der ländlichen Deutschschweiz definitiv startet?

Ich habe keine Ahnung, wie es sich entwickelt. Aber wir machen es von einem tiefen Niveau aus, pragmatisch, mit einem reduzierten Sortiment von 700 Artikeln des täglichen Bedarfs. So können wir ausbauen, falls es einschlägt, und gleichzeitig investieren wir nicht zu viel, falls es fehlschlägt.

Einen Zustrom an neuen Kunden bringt es aber kaum.

Nein. Der Onlineanteil am Lebensmittelhandel beträgt insgesamt etwa ein Prozent, Experten erwarten in den nächsten Jahren eine Verdoppelung auf zwei Prozent. Wir zielen mit dem Onlineladen nicht in erster Linie auf die Gewinnung neuer Kunden ab, sondern wollen bestehende Kunden behalten und nicht verlieren.

Mittlerweile sind in bald 300 Volg-Dorfläden und ­ 50 Partnerläden Postagenturen eingerichtet. Wie kommt das bei den Kunden an?

Die Rückmeldungen der Kunden sind zu 95 Prozent positiv, vor allem dank der längeren Öffnungszeiten, die jenen des Ladens entsprechen. Kleine Poststellen hatten dagegen oft nur ein paar wenige Stunden am Tag offen. Vereinzelte Reklamationen drehen sich darum, dass bei den Postagenturen keine Bareinzahlungen mehr möglich sind. (T. G.)